Keine Frage, das war zumindest deutscher Rekord, wenn nicht sogar mehr: zehn Konzerte hintereinander, um die 750 000 zahlende Gäste, angeblich 50 Millionen Euro Gage für die Sängerin, und dann auch noch ein aus dem Boden gestampftes Konzertareal am Rande der Stadt. Adele, oder besser: ihr Veranstalter Klaus Leutgeb, hat eindeutig die Maßstäbe geändert für Popkonzerte in der Stadt und ins Showbiz eine neue Kategorie eingeführt. Für ein paar Wochen eine eigene Arena auf einer sonst weitgehend brachliegenden Fläche zu errichten, mit Pubs und Vergnügungspark und Riesenrad – das ist ja schon fast so verrückt, wie wenn man für lediglich 16 Tage einen Haufen riesiger Bierzelte, Fahrgeschäfte und Buden auf der Theresienwiese aufstellen würde...
MeinungKultur in MünchenEine Adele macht noch keinen Kunstsommer
Von Franz Kotteder
Lesezeit: 5 Min.

Die vergangenen Monate in München waren eine Abfolge von Massenspektakeln der Popmusik. Die Maßstäbe haben sich grundlegend geändert, nicht nur was die Größe der Arenen betrifft. Wie geht es weiter, wenn ein Rekord den anderen jagen soll?
