Olympische SpieleMünchner Olympia-Konzept an DOSB übergeben

Lesezeit: 1 Min.

Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Freistaat übergeben ihr Konzept für Olympische Spiele in München.
Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Freistaat übergeben ihr Konzept für Olympische Spiele in München. (Foto: Catherina Hess)

Ministerpräsident Söder und Bürgermeisterin Dietl geben sich zuversichtlich, dass Olympia bald wieder nach München kommt. Vor allem eine Aussage Söders dürfte den Gegnern der Idee gar nicht gefallen.

Von David Kulessa

Es ging wohl nicht anders. Obwohl am Samstagabend wahrlich genug los war in München und im Olympiapark ganz besonders, ließen es sich Markus Söder, Joachim Herrmann (beide CSU) und Verena Dietl (SPD) nicht nehmen, eine Formalie vor schöner Kulisse zu vollziehen. Der Ministerpräsident, sein Sportminister und die Münchener Bürgermeisterin, die den verletzten OB Dieter Reiter vertrat, waren ins Olympiastadion gekommen, um dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Person von Volker Bouffier ihr Bewerbungskonzept für Olympische und Paralympische Spiele in München zu übergeben.

Auf der Laufbahn stehend, mit dem geschwungenen Dach und den hellgrünen Sitzschalen im Rücken, sagte Bürgermeisterin Dietl: „München ist bereit.“ Die Fähigkeit zum sportlichen Großereignis stelle die Stadt mit dem Champions-League-Finale ja gerade wieder unter Beweis – und: „90 Prozent unserer Sportstätten sind bereits vorhanden, deshalb können wir mit einem sehr nachhaltigen Konzept ins Rennen gehen.“

Der Öffentlichkeit wurde dieses Konzept schon vor knapp zwei Wochen präsentiert. Und die Kritik der Olympia-Gegner bezieht sich weniger auf das aktuelle Konzept, sondern mehr darauf, dass sie nicht glauben, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) das wirklich so durchwinkt. Täte es das, „wären alle glücklich“, sagte zuletzt Christian Hierneis, der Vorsitzende des Bund Naturschutz in München. „Nur so wird es nie kommen.“

Die Bevölkerung darf am 26. Oktober darüber abstimmen, ob sie Olympia in München haben möchte. Und der DOSB entscheidet im Herbst 2026, welche Stadt beziehungsweise Region für Deutschland ins Rennen geht.

Markus Söder gab sich am Samstag bei beidem zuversichtlich. „Nach den Spielen von Paris gibt es wieder eine ganz andere Begeisterung für Olympia“, sagte er. Ist der Bürgerentscheid erst einmal geschafft, „hoffen wir sehr, dass auch der DOSB ‚Ja‘ sagt.“ Die anderen Bewerbungen, aus Hamburg, Berlin und der Region Rhein/Ruhr, seien sicher gut. „Aber unsere, glauben wir, wäre eine sehr gute.“

So weit, so erwartbar. Doch Söder sagte auch etwas, das die Kritiker der Olympia-Idee in ihrer Skepsis bestärken könnte: „Es ist wichtig“, so Söder, in Richtung eines anwesenden IOC-Vertreters blickend, „dass wir eine Entscheidung nicht nur nach innerdeutschen Motiven treffen, sondern auch fragen: Was könnte dem IOC schmecken?“

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Champions-League-Finale
:„Paris! Paris! Paris!“ am Königsplatz

Am Finaltag der Champions League versammeln sich Zehntausende Fußballfans in München. Die Franzosen feiern ihre Tore mit Pyrotechnik – bis ihnen die Fackeln ausgehen. Die Polizei spricht von einem überwiegend friedlichen Tag, muss aber immer wieder eingreifen.

Von Philipp Crone und David Kulessa

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: