Rauschgifthandel in München„Wir werden mit Kokain geflutet“

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Kokain wird mittlerweile in großen Mengen nach München gebracht - und auch konsumiert. (Symbolfoto)
Kokain wird mittlerweile in großen Mengen nach München gebracht - und auch konsumiert. (Symbolfoto) Christian Charisius/dpa

In der Gastro, beim Feiern, unter Studierenden – Koks ist laut Experten die Droge Nummer eins in der Stadt. Die Mengen werden immer größer, der Stoff immer reiner. Damit steigt auch die Zahl der Kokain-Toten. Und der Umgang in der Szene wird rauer und gefährlicher.

Von Susi Wimmer

Wochenlang brannten Kerzen, wurden Blumen und Fotos abgelegt in der Passage eines Geschäftshauses am Rosenheimer Platz – und an die Wand in fetten Lettern „Alex“ gekrakelt: Im Dezember 2022 starb dort ein 17-jähriger Gymnasiast, getötet durch einen Messerstich ins Herz bei einem Drogendeal. In Milbertshofen erschoss ein wenig solventer „Kunde“ seinen Drogendealer in einem Porsche, und in den letzten Monaten beschäftigen teils sehr junge Drogendealer die Landgerichte, weil sie Kokain und Marihuana in rauen Kilogramm-Mengen in München unters Volk brachten. „Wir stehen an einer Zeitenwende“, sagt Staatsanwalt Jakob Schmidkonz. Oder wie es ein Anwalt in einer Verhandlung lapidar formulierte: „Eineinhalb Kilo Koks sind in München auch nicht mehr die Welt.“

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Organisierte Kriminalität
:Hunderte Kilogramm Koks: Fahnder zerschlagen Drogen-„Firma“

Die Bande soll wie ein Unternehmen organisiert sein und Millionen Euro umgesetzt haben. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer – darunter der mutmaßliche Koordinator für den Verkauf in München. Gegen einen dritten wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

Von Martin Bernstein

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