Klassikkonzert:Mit Feuer

Klassikkonzert: Floris Mijnders fegte virtuos durch das Erste Cellokonzert von Camille Saint-Saens.

Floris Mijnders fegte virtuos durch das Erste Cellokonzert von Camille Saint-Saens.

(Foto: Tobias Hase)

Floris Mijnders, Solocellist der Münchner Philharmoniker, bringt sein Orchester in der Isarphilharmonie zum Schwitzen.

Von Michael Stallknecht

Immer schön, wenn bei den Orchestern mal die hauseigenen Solisten zum Zug kommen statt hinzu engagierter Stars. In der Isarphilharmonie war es nun Floris Mijnders, seit 2014 Solocellist der Münchner Philharmoniker, der mit "seinem" Orchester das Erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns spielte. Der Niederländer fegt mit Feuer und Aplomb durch das hochvirtuose Stück, so dass Dirigent Andrew Manze anfänglich mit dem Rest der Truppe kaum hinterherkommt. In den elegischen Linien wartet er mit großem, intensivem Ton auf, bügelt Binnenphrasierungen dennoch nicht glatt. Um danach ebenso ironisch wie symbolisch ins Orchester zurückzukehren: Gemeinsam mit der gesamten Cellogruppe spielt Mijnders zur Zugabe ein Arrangement von Theo Mackebens Songklassiker "Frauen sind keine Engel".

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