Im Nachhinein lässt sich für Gerhard Wachinger ziemlich trennscharf eine Linie ziehen zwischen seinem Leben vor und nach dem Jahr 2022. Davor ist es das Leben eines schwulen Sohnes, dessen Mutter nicht will, dass die Verwandtschaft erfährt, was mit dem Jungen los ist. Später dann das eines christlichen Studenten, der sich in der katholischen Kirche zum Pastoralreferenten ausbilden lässt, wohl wissend, dass ihm nach kirchlichem Arbeitsrecht der Rausschmiss droht, wenn herauskommt, dass er Männer liebt.
LSBTIQ* in der Kirche„Menschen müssen sich trauen, mit sich selbst ins Reine zu kommen“
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Lange sollten homosexuelle Gläubige möglichst unsichtbar bleiben in der katholischen Kirche. Seit 1. Dezember schlägt die Erzdiözese München und Freising mit eigenen „Queerseelsorgern“ einen neuen Weg ein.
Von Andrea Schlaier
