Silent Hill ist eine fast vollständig verlassene Stadt in den USA, die sehr viel bekannter ist als andere verlassenen Städte in den USA oder dem Rest der Welt. Das liegt wohl daran, dass sie nirgendwo auf der Landkarte zu finden ist, dafür aber auf den Konsolen von Xbox, Playstation oder Nintendo Wii. Die fiktive Stadt ist Namensgeberin für eine japanische Survival-Horror-Videospiel-Reihe, die 2006 als Spielfilm adaptiert wurde. Der Franzose Christophe Gans („Pakt der Wölfe“) führte Regie, finanziell war „Silent Hill“ ein großer Erfolg. Daran konnten weitere Fortsetzungen und Ableger nicht anknüpfen.
Mit der Verfilmung des Videospiels „Silent Hill 2“ soll sich das ändern: Wieder führte Christophe Gans Regie, wieder geht es in die beinahe verlassene Stadt. Nur dass sich diese mittlerweile in Bayern befindet: „Return to Silent Hill“ wurde in den Penzing Studios im ehemaligen Landsberger Fliegerhorst gedreht, sowie in Belgrad und an Originalschauplätzen am Walchensee und den Dinarischen Alpen.

Erzählt wird die Geschichte des Malers James (Jeremy Irvine), der sich nach dem Tod seiner Frau Mary (Hannah Emily Anderson) mit Alkohol und Drogen betäubt. Als er erfährt, dass Mary womöglich doch noch leben könnte, kehrt er zurück in ihre Heimatstadt. Diese Stadt heißt natürlich Silent Hill, für den armen James beginnt der wahre Horror. Vom Himmel fällt Asche, auf den Straßen trifft er auf monströse Gestalten und die Frau, die Mary so ähnlich sieht, ist eine andere. Der Film sei eine moderne Variante des Mythos von Orpheus und Eurydike, behauptet der Regisseur. Auch hier gehe es um einen Mann, der in die Hölle hinabsteigt, um seine Braut zurückzuholen. Nur im Rahmen einer verstörenden Videospielverfilmung eben.
Return to Silent Hill, F/USA/GB/D/SRB/JPN 2026, Regie: Christophe Gans, Kinostart am 5. Februar, läuft im Mathäser sowie in weiteren Kinos in der Region

