Wer internationale Filmprominenz sehen wollte, war beim gerade erst zu Ende gegangenen Filmfest richtig: Schauspiel- und Regiestars wie Gillian Anderson, Stellan Skarsgård, Jay Duplass oder Cédric Klapisch besuchten München. Wer bayerische Filmschaffende erleben möchte, hat in den kommenden Tagen Gelegenheit dazu: Da wären etwa die Kabarett-Stars Luise Kinseher und Sigi Zimmerschied, die zum Kinostart ihres Roadmovies Karli & Marie durch Bayern reisen. Am 16. Juli stellen sie ihren Film dem Münchner Publikum vor, da schauen sie innerhalb eines Abends bei den drei großen Open-Air-Kinos der Stadt (im Westpark, am Olympiasee und am Königsplatz) vorbei.
Den Kontakt zum Publikum sucht auch der Münchner Regisseur Johann Betz: Sein Dokumentarfilm Sep Ruf – Architekt der Moderne ist gerade in den Kinos angelaufen, es ist eine Hommage an das Werk des berühmten Münchner Architekten. Wer noch mehr über Ruf und seine Bauten erfahren will: Am 13. Juli ist Betz bei einer Matinee im Maxim Kino zu Gast, tags drauf kommt er abends ins ABC Kino. Bei den Hofer Filmtagen 2024 feierte Elevated Art Premiere, darin geht es um einen Mann, der in den Südtiroler Bergen Kunst ausstellt. Regisseur Timian Hopf präsentiert diesen Dokumentarfilm am 23. Juli im Monopol Kino.
Der jüngste Film von David Dietl lief bereits vor einigen Monaten in den Kinos, jetzt präsentiert der Münchner Regisseur Feste & Freunde unter freiem Himmel: Am 17. Juli ist die prominent besetzte Tragikomödie im Open-Air-Kino am Königsplatz zu sehen. Das Bayerische Outdoor-Filmfestival (BOFF) zieht es ebenfalls nach draußen: Die Premiere des aktuellen Programms findet am 16. Juli bei „Kino am Olympiasee“ statt, auch hier werden Gäste erwartet. Starbesuch hat sich zudem bei „Kino, Mond & Sterne“ angesagt: Am 13. Juli steht die Reise-Doku Yabadu – niemals erwachsen auf dem Spielplan, vor Filmbeginn spielt dessen Protagonist Jeremy Grube ein Live-Konzert.
Auch die diesjährige HFF-Jahresschau findet draußen statt, genauer gesagt an drei Abenden im Innenhof der Hochschule für Fernsehen und Film im Münchner Museumsviertel (vom 17. bis 19. Juli). Wer bei freiem Eintritt sehen will, was die Filmstudierenden zuletzt gemacht haben, ist hier richtig. Wer sich vor Regen fürchtet, ist ebenfalls willkommen: Bei schlechtem Wetter finden die Vorstellungen in den HFF-eigenen Kinosälen statt. Ebenfalls am 17. Juli startet die zehnte Festivalausgabe von Cinema Iran: Vier Tage lang werden im Projektor im Gasteig HP8 iranische Filme gezeigt, darüber hinaus gibt es Performances, Lesungen und Vorträge.

Im Filmmuseum finden bis Ende Juli die Internationalen Stummfilmtage statt, mit Live-Musik und Filmen von Charles Chaplin, Buster Keaton oder G.W. Pabst. Im Theatiner Kino gibt es ein Wiedersehen mit Krzysztof Kieslowskis legendärer „Drei Farben“-Trilogie, Drei Farben: Blau ist am 19. Juli zu sehen, Drei Farben: Weiß am 21. Juli und Drei Farben: Rot am 23. Juli. Bei so viel Filmkunst könnte man fast das reguläre Kinoprogramm vergessen. Aber nur fast: Wer aktuelle Hollywoodhits sehen will, bekommt derzeit mit Filmen wie F1, Jurassic World: Die Wiedergeburt, Elio, 28 Years Later oder Superman ein überaus vielseitiges und sehenswertes Programm serviert.

