Das Leben in Deutschland ist teurer geworden, die Inflationsrate stieg in den vergangenen Monaten erneut. Umso mehr freut man sich, wenn die Preise einmal sinken: Am zweiten September-Wochenende ist wieder „Kinofest“, dann werden in vielen Kinos Filme zum Sonderpreis von fünf Euro gezeigt. Die bundesweite Aktion gibt es bereits seit einigen Jahren, sie ist sehr beliebt und es lohnt sich, die Tickets vorab zu kaufen. In München nehmen unter anderem Mathäser, Royal, Rex, Cinemaxx, Cincinati, Gloria, Kino Solln oder das Arri am Kinofest teil. Wer aktuelle Filme wie Steckerlfischfiasko, Spider-Man, One Night Only, Die Odyssee oder Das Ende der Sterne zum Sparpreis sehen will, kann das am 12. und 13. September machen.
Noch günstiger wird es beim mobilen Fahrradkino „Ciné Vélo Cité“, das noch bis 5. September stattfindet: Unter dem Motto „Münchner G’schichten“ ist man in der ganzen Stadt unterwegs – und das jedes Mal bei freiem Eintritt. Am 2. September etwa wird der Hans-Mielich-Platz in Untergiesing zum Open-Air-Kino, auf dem Programm steht der Dokumentarfilm Lionhearted, über einen Boxtrainer beim TSV 1860 München. Am 4. September ist der Pfanzeltplatz in Perlach dran, gezeigt wird an diesem Abend der 2017 erschienene Kinohit Dieses bescheuerte Herz. Elyas M’Barek ist darin als Partymensch und P1-Gänger zu sehen, der sich um einen herzkranken Jugendlichen kümmern soll.
Wer Filme unter freiem Himmel erleben will, hat im West- und im Olympiapark Gelegenheit dazu. Aber nicht nur der Sommer, sondern auch die Saisons bei „Kino, Mond & Sterne“ und „Kino am Olympiasee“ gehen auf ihr Ende zu, beide Open-Air-Kinos enden dieses Jahr am 12. September. Vorher gibt es im Westpark noch mehrere Male den neuen Eberhofer-Film sowie den Kinoneustart Vaterland (am 2. September) zu sehen, die Kollegen aus dem Olympiapark locken mit dem Pixar-Hit Toy Story 5 (3. September) oder Michael (am 5. und 11. September).

In den Münchner Programmkinos werden im September wieder viele Gäste erwartet: Anlässlich des Kinostars von Staatsschutz, dem neuen Film von Faraz Shariat („Futur Drei“), besucht Hauptdarstellerin Chen Emilie Yan am 2. September die Vorstellung im Schwabinger Monopol Kino. Sie spielt eine Staatsanwältin, die nach einem rassistischen Brandanschlag auf ihr Leben in eigener Sache ermittelt. Ebenfalls ins Monopol kommt der Dokumentarfilmer Klaus Martens, er stellt am 9. September seinen neuen Film Schwarzers Kosmos vor. Darin geht es um den Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer, dessen Bilder nicht nur in Museen, sondern auch im Bundestag oder beim Bundespräsidenten in Schloss Bellevue hängen. Der Film versucht dem Mann näher zu kommen, der radikal alles seiner Kunst unterordnet.

Um eine Künstlerin geht es auch in dem Spielfilm Wer weiß schon, was ein Leben ist: Anlässlich des 150. Geburtstags von Paula Modersohn-Becker schlüpft Schauspielerin Katharina Stark in die Rolle der Malerin, sie nähert sich zwischen Worpswede und Paris ihrem Leben und Werk an. Regie führten die Münchnerinnen Annelie Boroș und Vera Brückner, sie stellen ihren Film am 3. September im Rio Filmpalast vor. Drei Tage später, am 6. September, wird ebenfalls im Rio der Dokumentarfilm Albrecht Weinberg – Es ist immer in meinem Kopf gezeigt. Es ist das Porträt eines Holocaust-Überlebenden, der nach 60 Jahren im Exil in seine alte Heimat Ostfriesland zurückkehrte. Albrecht Weinberg starb erst vor einigen Monaten im Alter von 101 Jahren, die Regisseure Güner Yasemin Balci und Jesco Denzel sowie Weinbergs Wegbegleiterin Gerda Dänekas wollen den Film persönlich vorstellen.
Die Reihe „Best of Cinema“ kommt ohne Gäste aus, dafür werden jeden ersten Dienstag im Monat Kinohits aus den vergangenen Jahrzehnten wiederaufgeführt: Am 1. September ist The Fast and the Furious an der Reihe, der erste Teil der Action-Filmreihe erschien vor 25 Jahren und zog bis heute neun direkte Fortsetzungen nach sich. In München ist der Film im Mathäser und Monopol zu sehen.

