Das Filmfest München steuert am Wochenende auf sein großes Finale zu – und geht danach gleich weiter. Einige Festivaltitel starten in den kommenden Tagen und Wochen regulär in den Kinos, der US-Film „The Piano Tuner“ etwa, der Dokumentarfilm „Simon Messner – Aus dem Schatten“, die Bestsellerverfilmung „H wie Habicht“ oder Pedro Almodóvars meisterhaftes Drama „Bitteres Fest“. Auch die Literaturverfilmung „Virginia Woolf’s Night & Day“ feierte in München Deutschlandpremiere, der bundesweite Kinostart folgt bereits am 9. Juli.
Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich dabei um eine Adaption des Romans „Nacht und Tag“ von Virginia Woolf aus dem Jahr 1919. Darin geht es um Katharine, eine junge Frau aus der Londoner Oberschicht (gespielt von Haley Bennett), die für Mathematik und Astronomie schwärmt und weniger für ihren ältesten Freund (Jack Whitehall). Ausgerechnet ihn soll sie aber auf Wunsch ihres Vaters (Timothy Spall) heiraten, und zwar so schnell wie möglich. Katharine will lieber studieren, am liebsten in Cambridge, was Frauen zu jener Zeit aber verwehrt ist. Doch sie gibt nicht auf, sie lernt eine engagierte Frauenrechtlerin (Lily Allen) und einen Mann aus der Arbeiterklasse (Elyas M’Barek) kennen – Letzteren im Laufe der Zeit sogar noch sehr viel näher.
Haley Bennett und Elyas M’Barek stellten den Film bei der Premiere in München persönlich vor, für ihn ist es die erste Hauptrolle in einem internationalen Kinofilm. Aktuell scheint er aber wieder mehr Lust auf Deutschland zu haben: Nach drei Jahren in New York zog der Kinostar erst vor Kurzem zurück in seine Heimatstadt München, im Oktober kommt M’Bareks nächster (deutscher) Film „Der perfekte Urlaub“ ins Kino.
Virginia Woolf’s Night & Day, GB/D 2026, Regie: Tina Gharavi, Preview am Dienstag, 7. Juli, 20.10 Uhr, Rio Filmpalast, Kinostart am 9. Juli

