Süddeutsche Zeitung

Film:Vernunft und Leidenschaft

"Malina": Filmgespräch zur Ingeborg-Bachmann-Verfilmung im ABC Kino.

"Malina Animal Animus Anima", kritzelt die namenlose Schriftstellerin auf einen Zettel. Malina heißt der Mann, mit dem sie zusammen in einer Wiener Wohnung lebt. Die beiden gelten als Paar, es ist aber wohl eher eine Zweckgemeinschaft. Dann verliebt sie sich in den Ungarn Ivan. Der deutsch-österreichische Spielfilm "Malina" basiert auf dem gleichnamigen, 1971 erschienenen Roman von Ingeborg Bachmann, Werner Schroeter verfilmte ihn 20 Jahre später mit Isabelle Huppert und Mathieu Carriere in den Hauptrollen. Elfriede Jelinek schrieb das Drehbuch, die Münchner Kinobetreiber-Brüder Steffen und Thomas Kuchenreuther produzierten den Film. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen und dem Bayerischen Filmpreis, jetzt ist er noch einmal im Kino zu sehen. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Publikumsgespräch mit Thomas Kuchenreuther.

Malina, D/AT 1991, Regie: Werner Schroeter, Film und Gespräch, Mi., 8. Feb., 19.15 Uhr, ABC Kino , Herzogstr. 1a

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