Es ist nur ein Schild aus Karton, aber es gehört Mut dazu. Immerhin geht es um die berufliche Zukunft von Kira Beer, 24. Sie steht an einem sonnigen Apriltag am Odeonsplatz. Die Studentin trägt eine hellblaue Bluse, eine Jeansjacke und zeigt den Demonstrantinnen und Demonstranten, die an diesem Tag gegen Abtreibung protestieren, sehr deutlich, was sie von ihnen denkt. Sie hält eine Botschaft vor ihren Körper. „Katholisch und gegen den Marsch fürs Leben“, hat sie mit schwarzem Edding auf die Pappe geschrieben. „Als Christin bin ich gegen den Marsch für das Leben“, sagt Kira. „Ich weiß nicht, was Jesus tun würde, aber ich vermute, er würde in erster Linie eines tun: zuhören.“
Münchner Theologie-StudentinSie interessiert sich für die Bibel und redet über Sex
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Kira Beer, 24, studiert Theologie und wehrt sich gegen Abtreibungsgegner. Obwohl sie das ihren zukünftigen Job in der katholischen Kirche kosten kann, setzt sie sich für Feminismus und Frauenrechte ein.
Von Veronika Tièschky
