Ulrike Leininger ist nicht zu übersehen im kühlen Pfarrsaal von St. Bonifaz. Draußen auf der Karlstraße ist Frühsommer, und so kommt die 64-Jährige heute im feuerroten, knöchellangen Flatterkleid, ihre Füße stecken in Flipflops mit Korksohle. Die große Frau mit dem kurzen weißen Lockenkopf fliegt förmlich herein zu dem Treffen – auch, wenn ihre Kirche in den letzten Jahrzehnten einiges dafür getan hat, dass sie – bildlich gesprochen – nie ihre Flügel ausbreiten konnte.
Katholische Kirche und Frauen„Ich wünsche mir mutigere Bischöfe“
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Ulrike Leininger fühlt sich zur Diakonin berufen. Doch als Frau hat sie in der katholischen Kirche keine Chance auf das Weiheamt. Vom Kampf der Münchnerin gegen Diskriminierung und Machtmissbrauch.
Von Andrea Schlaier
