Der letzte Stand, den es auf dem Elisabethmarkt zu besetzen galt, liegt im Herzen des Marktes am Brunnenplatz, wo Besucherinnen und Besucher gerne bei einem Kaffee vom Standl20 verweilen oder neuerdings auch glutenfreie Snacks vom jüngst eröffneten Stand Tante Lilibeth genießen. Eineinhalb Jahre nach der offiziellen Wiedereröffnung des Marktes füllt sich nun auch dessen letzte freie Verkaufsfläche mit Leben – und mit Käse.
Schlemmen am Elisabethmarkt heißt der Neuzugang und wird in wenigen Wochen als zweiter Käsestand auf dem Markt an den Start gehen, nachdem Herrmannsdorfer dort sein Sortiment aus Fleisch- und Wurstwaren um Käse ergänzt hat. Mit Schlemmen am Elisabethmarkt geht nun der neue Nachbar Manfred Kneifel einen ähnlichen Weg.
Der Betreiber der Münchner Suppenküche hatte früher bereits das Milchstandl auf dem alten Elisabethmarkt und übernahm vor zweieinhalb Jahren den ehemaligen Schlemmermeyer auf dem Viktualienmarkt, den er als Fleisch- und Wurststand unter dem Namen Schlemmen am Markt bis heute weiterführt.
Damals übernahm Kneifel von Schlemmermeyer alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter auch Michaela Preller. Sie tauscht nun Fleisch gegen Käse sowie den Viktualien- gegen den Elisabethmarkt und wird zusammen mit ihrer Kollegin Ella Gerg den neuen Käsestand leiten. Sie werden sowohl Butter und Käse aus dem Allgäu im Sortiment haben als auch seltenere internationale Spezialitäten wie 30 Monate alten Comté.
Zu essen wird es anfangs selbst gebackene Quiches, Käsebrote und Antipasti-Teller geben, die man sich selbst zusammenstellen kann; später will Kneifel auch Kaspressknödel, Käsespätzle und Käsefondue anbieten, nicht nur zur Mittagspause, sondern auch zum Feierabend. „Das Ziel ist, dass sich unsere Kundinnen und Kunden zum Käsebrett ein Glas Wein beim Weinstand nebenan holen und den Abend hier auf der Dachterrassen genießen“, sagt Kneifel.
Quiche und Käse gibt es nun auch unweit des Elisabethmarktes in der Hohenzollernstraße. Dort ist vergangene Woche neben der Tapas- und Cocktailbar Bodeguita der sechste Ableger vom Coucou Food Market eingezogen. Frankophile Münchnerinnen und Münchner dürften das „French Deli“ mit dem gelben Gockel vom Viktualienmarkt oder aus der Nymphenburger Straße kennen, wo vor sieben Jahren die erste Coucou-Filiale eröffnete.
Das Angebot im kleinen Deli in der Hohenzollernstraße haben die Coucou-Betreiber Denis und Marie Leoncelli auf ihr Kernsortiment reduziert: Kaffee von der Münchner Rösterei Man versus Machine sowie Selbstgebackenes aus der hauseigenen Backstube in der Nymphenburger Straße, etwa Bananenbrot, Karottenkuchen, Gâteau au chocolat und Quiche. Dazu gibt es mittags Salate, Bowls und Croque Monsieur.
Noch gibt es vor Ort wenige Sitzplätze. Wenn aber die Leoncellis eine Genehmigung für eine Außenfläche bekommen, könnten sie sich vorstellen, diese mit ihren Nachbarn von der Bodeguita zu teilen. Dann hätten beide Seiten mehr Platz für Kaffee und Croissants am Tag und Tapas und Cocktails in der Abendsonne (Coucou Food Market, Hohenzollernstraße 118, täglich von 7.30 bis 16.30 Uhr, www.coucou-food.de).
Alles, was man für eine „Südtiroler Marende“, also eine typische Südtiroler Brotzeit, braucht, wird es während der Südtirolwochen im Mai in zehn Restaurants verteilt über ganz Bayern zu verkosten geben. Stilfser Käse etwa sowie Recla Speck aus dem Vinschgau und Schüttelbrot aus Bozen. Alle teilnehmenden Produzenten aus Südtirol sowie Restaurants aus Bayern wurden vergangenen Montag von der italienischen Handelskammer München-Stuttgart in Fink‘s Knödelküche an der Klenzestraße vorgestellt.
In München wird dieses Jahr nur eine Gastronomin an der Aktion teilnehmen: Anna Leitner vom italienischen Restaurant Nicchia in der Herzogspitalstraße. Sie hat den Anspruch, in ihrer Küche ausschließlich Nischenprodukte aus Italien zu verwenden. Während der Südtirolwochen wird sie Weißburgunder der Kellerei Sankt Pauls ausschenken und Südtiroler Gerichte auf ihre Speisekarte setzen (Südtirol zu Gast in Bayern von 4. bis 17. Mai im Nicchia, Herzogspitalstraße 9, täglich von 12 bis 22 Uhr, www.nicchia.de).

