Als junger Mann ist Wali Nawabi vor Krieg und Gewalt in Afghanistan geflohen. 19 Jahre war er damals alt, allein kam er nach Deutschland. Vier Jahrzehnte ist das nun her. Nawabi absolvierte eine Lehre als Orthopädietechnik-Mechaniker in Karlsruhe und fand schließlich eine Stelle in München. Im Jahr 2002 entschloss er sich, zu Besuch in seine frühere Heimat zu fliegen. "Ich wollte erkunden, was aus meinem Land geworden ist, ob ich dort arbeiten kann." Es war die Zeit nach der Vertreibung der Taliban, das vom Krieg zerrüttete Land schien auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Und Nawabi sah, dass er dabei mit anpacken könnte: Prothesen wurden hier dringend gebraucht. Er beschloss zurückzukehren.
Orthopädie-Werkstatt in AfghanistanProthesen für ein neues Leben
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Wali Nawabi lernte in München Orthopädietechnik. Dann kehrte er zurück nach Afghanistan und gründete eine Werkstatt, um Opfern von Minen und Explosionen zu helfen. Auch nach der Machtübernahme der Taliban bleibt er im Land. Was treibt ihn an?
Von Sven Loerzer
