Polizei in MünchenVerdächtiger nach Überfall auf Juwelier an der Kardinal-Faulhaber-Straße ermittelt

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Die Polizei hatte den Tatverdächtigen bereits festgenommen. Er sitzt in Bulgarien im Gefängnis.
Die Polizei hatte den Tatverdächtigen bereits festgenommen. Er sitzt in Bulgarien im Gefängnis.
Sven Hoppe/dpa

Nach dem Juwelenraub an der Kardinal-Faulhaber-Straße hat die Polizei einen 48 Jahre alten Verdächtigen identifiziert. Er sitzt bereits wegen anderer Delikte in Sofia in Haft.

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Nach dem Überfall auf einen Juwelier in der Kardinal-Faulhaber-Straße vom Dezember 2024 hat die Polizei einen Verdächtigen identifiziert. Der 48-Jährige befindet sich seit September vergangenen Jahres bereits wegen anderer Delikte in der bulgarischen Hauptstadt Sofia in Haft.

Der Mann soll am späten Nachmittag im Dezember 2024 gemeinsam mit einem bislang nicht gefassten Komplizen das Geschäft betreten und Mitarbeiter sowie Kunden mit einer Schusswaffe bedroht haben. Danach zertrümmerten sie die Vitrinen und nahmen ausgestellte Ware an sich. Bei dem Überfall erbeutete das Duo Schmuck im Wert von mehr als 100 000 Euro. Anschließend flüchteten die Täter auf E-Scootern und konnten trotz umfangreicher Fahndung mit mehr als 30 Streifenwagen und einem Hubschrauber zunächst nicht gefasst werden.

Bei den anschließenden Ermittlungen nutzte die Polizei unter anderem Bilder aus Überwachungskameras und fahndete öffentlich nach den Flüchtigen. Die Täter waren bei dem Überfall nicht maskiert – das Juweliergeschäft ist nicht öffentlich zugänglich, die Tür wird erst nach Klingeln und Überprüfung der draußen Stehenden geöffnet.

Hilfe kam jedoch in diesem Fall aus einer ganz anderen Richtung: Die bulgarische Polizei meldete, dass der Verdächtige in Sofia eine längere Haftstrafe zu verbüßen habe. Weswegen er dort verurteilt wurde und wie lange er noch einsitzen muss, ist unklar. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat nun einen Auslieferungshaftbefehl beantragt. Dabei kam aber heraus, dass Griechenland des Mannes auch habhaft werden möchte – dort soll er ebenfalls wegen eines bewaffneten Raubüberfalls angeklagt werden. Welches Land nach Verbüßung der Strafe in Bulgarien sozusagen „an der Reihe“ ist, Deutschland oder Griechenland, wird derzeit geklärt. Nach dem zweiten Täter wird weiterhin gefahndet.

Die nun vermeldete Identifizierung des Tatverdächtigen steht nach bisherigen Erkenntnissen nicht in Zusammenhang mit dem Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Goethestraße. Dort hatten zwei Räuber Mitarbeiter und Kundschaft am Mittwochnachmittag ebenfalls mit einer Schusswaffe bedroht und Uhren im Wert von rund 300 000 Euro erbeutet. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden wenig später in einem Taxi festgenommen. Die Polizei prüft, ob der Überfall vom Mittwoch in Zusammenhang mit zwei weiteren Taten in Murnau und Wolfratshausen steht.

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