Die Jutier- und Tonnenhalle werden seit Jahren als Hoffnungsträger für die freie Kulturszene in einem Atemzug genannt, doch nun müssen sich die beiden vorerst trennen. Denn die Jutierhalle wird nach langer Sanierungszeit in diesem Sommer fertig, das Baureferat wird das ehemalige Industriegebäude dann an das Kulturreferat übergeben. Die Tonnenhalle bleibt dagegen weiter Baustelle. Wegen einer starken Nitratbelastung verzögern sich die Arbeiten hier bis in das Jahr 2028 hinein.
Die beiden Hallen sollen das Herzstück des Kreativparks im Kunstviertel an der Dachauer Straße bilden. Die nun fertig sanierte Jutierhalle wird erst einmal vom Kulturreferat selbst betrieben. Erst wenn auch die Schwesterhalle umgebaut ist, soll eine eigens zu gründende städtische Betreibergesellschaft die Aufgabe übernehmen. Das entsprechende Konzept wird gerade erarbeitet.
Das Kulturreferat kann in der Jutierhalle noch in diesem Jahr 39 Räume an Künstler vergeben. Dazu stehen drei Probenräume für Musiker zur Verfügung. Wenn alles klappt wie geplant, können die Mieter noch dieses Jahr einziehen. „Der Bedarf an Orten für Musikproben und Ateliers ist enorm, hier wird jeder Raum gebraucht“, sagt Kulturreferent Marek Wiechers. Dazu verfügt die Jutierhalle über Büros für die Verwaltung und eine zentrale Veranstaltungsfläche.

