Pandemie und Justiz:Maske auf, Maske ab

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Beginn Wolfsmasken-Prozess

"Emotionale Reaktionen spiegeln sich oft auch in der Mimik wider": Szene aus einem Prozess am Landgericht München I im März.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Die Münchner Richter wenden die Corona-Regeln in ihren Prozessen unterschiedlich streng an. Das hat rechtliche Gründe, führt aber immer wieder zu Irritationen.

Von Susi Wimmer

Türen von Gerichtssälen sind meistens schlicht gehalten und am Landgericht München I in gedecktem Grün gestrichen. Wer die Schwelle in den Sitzungssaal überschreitet, passiert quasi eine Grenze: Draußen auf dem Gang gilt Landesrecht, drinnen im Sitzungssaal Bundesrecht. Dieses Kuriosum wirkt sich vor allem in der Corona-Pandemie auf das Tragen von Schutzmasken aus. Denn die Grenzsituation führt dazu, dass in den Gängen des Strafjustizzentrums vom Sicherheitspersonal streng die Benutzung von FFP2-Masken kontrolliert wird, während drinnen im Sitzungssaal der Richter sagen kann: "Sie können die Masken jetzt abnehmen." Und dann sitzen schon mal 17 Menschen ohne Schutzmasken zusammen in einem geschlossenen Raum.

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