Kunst:Jeff Koons über sein München

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Kunst: Durchstarten: Nur wenige Tage nach der Weltpremiere waren die Autos, die Jeff Koons gestaltet hat, ausverkauft - bis auf eines.

Durchstarten: Nur wenige Tage nach der Weltpremiere waren die Autos, die Jeff Koons gestaltet hat, ausverkauft - bis auf eines.

(Foto: Enes Kucevic Photography; BMW AG)

Der amerikanische Künstler hat in den Achtzigerjahren länger in München gelebt, und er kommt regelmäßig zurück. Warum ihn die Stadt nicht loslässt.

Interview von Susanne Hermanski

Jeff Koons ist der ewige Goldjunge der Kunstwelt. Was er berührt, scheint sich in überreiche Münze zu verwandeln. Riesenhafte Ballontiere, Nippesfiguren, die Porno-Queen in seinem Bett, schnelle Autos. Das hat etwas Ordinäres. Doch wer dem feingliedrigen Mann mit den einwandfreien Umgangsformen persönlich begegnet ist, der sieht Koons, dessen Werke zu astronomischen Summen gehandelt werden, mit ganz anderen Augen. Er ist hochgebildet, zugewandt, ein stiller Bilderfresser. Sein jüngster Coup ist ein Fahrzeug, das er für BMW gestaltet hat. Nur wenige Tage nach der Weltpremiere war die Serie von 99 Stück (M850i xDrive Gran Coupés) ausverkauft - bis auf ein eines. Das kommt am 4. April in New York unter den Hammer. Dieses letzte Auto seiner Art, verziert wie ein Maschine-gewordener Comicstrip, wird bei Christie's im Rahmen einer Charity Auktion versteigert. Im Mai 2019 wurde im selben Auktionshaus Koons' Skulptur Rabbit für 91 Millionen US-Dollar versteigert. Damals als das teuerste Werk eines noch lebenden Künstlers. Diesmal geht der Erlös an das International Center for Missing and Exploited Children (ICMEC), eine Stiftung, für die Koons seit Jahrzehnten tätig ist. Die Arbeit an dem Fahrzeug hat Jeff Koons (geboren 1955 in York Pennsylvania) zuletzt wieder öfter mal nach München geführt - dass er dort in den Achtzigerjahren in der Knöbelstraße eine Wohnung hatte (wo er auch eine Zeitlang mit Ilona Staller, genannt Ciccolina, lebte), haben nicht mal eingefleischte Fans präsent. Die Gelegenheit, mit ihm auch über anderes zu reden als über Autos.

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