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Authentisch sein:"Du siehst, was die Menschen spüren"

Jean -Marie  Albert Bottequin

Jeder Körper verrät etwas über den Charakter, über die Persönlichkeit des Menschen, sagt Jean-Marie Bottequin. Die quadratischen Gestiken eines "analytischen Zahlen-Menschen" unterscheiden sich von den runden Bewegungen eines "freigeistigen Künstlers".

(Foto: Catherina Hess)

Jean-Marie Bottequin fotografierte früher Berühmtheiten wie Andy Warhol. Mittlerweile arbeitet er als Körpersprachen-Trainer und kennt viele Tricks, besser auf andere einzugehen. Er sagt: Die wichtigste Lektion fängt bei einem selbst an.

Von Marita Wehlus

Jean-Marie Bottequin schraubt die imaginäre Zahnpastatube auf, sein Blick verschlafen, die Bewegungen gemächlich. Unsichtbare Zahnpasta auf eine unsichtbare Bürste, der Deckel muss auf die unsichtbare Anrichte gelegt werden, jedes Detail ist wichtig. Intention stecke in jeder Bewegung des Menschen, sagt Bottequin. Und Gefühl. In diesem Fall: das Gefühl eines schläfrigen Morgens. "Emotion kommt nicht umsonst von Motion, Bewegung", sagt der 80-Jährige und lehnt sich wieder in den Sessel zurück. Er ist Pantomime, Körpersprache-Trainer und hat sein ganzes Leben dem Körper und den Persönlichkeiten dahinter gewidmet.

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