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"München isst bunt":Speisen aus aller Welt - zum Nulltarif

Ein internationales Buffet gibt es am kommenden Samstag auf der Sendlinger Straße. Die Teilnehmer können selbst Speisen mitbringen.

In München ist entgegen anderslautenden Gerüchten die Welt zu Hause, schließlich haben mehr als 40 Prozent aller Münchner ausländische Eltern oder kommen selbst aus einem anderen Land. So kann man hier auch sehr international essen, sei es einfach nur italienisch oder gar uigurisch. Da Essen Menschen verbinden kann, benennt sich die Initiative "München ist bunt" jetzt für einen Tag um in "München isst bunt". Am kommenden Samstag zwischen 16 und 21 Uhr soll aus der Sendlinger Straße eine große Tafel mit Speisen aus aller Welt werden - zum Nulltarif.

Für 250 Leute ist an den Tischen auf alle Fälle Platz. "Wir setzen darauf, dass die Münchner etwas zu unserem Mitbring-Büffet beitragen, egal, ob Spezialitäten aus der Heimat oder ein Lieblingsgericht aus einem anderen Land", sagt Micky Wenngatz, die Vorsitzende der Initiative. Einen gewissen Grundstock wird es geben. Denn zum internationalen Tag der Demokratie, der am Samstag mit vielen Veranstaltungen begangen wird, gehört auch der bundesweite Kongress "Samo.fa", bei dem sich Migrantenorganisationen aus ganz Deutschland in der Hanns-Seidl-Stiftung treffen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Münchner Dachorganisation Morgen e. V., die dafür sorgen will, dass am Samstag ordentlich aufgetischt wird und die Tafel möglichst bunt wird.

Umsonst und draußen ist auch das Kulturprogramm, für das Thomas Lechner von der Fachstelle Pop im Feierwerk verantwortlich zeichnet. "Wir wollen die Migrantenkultur in der Stadt sichtbar machen", sagt er - auftreten werden zum Beispiel die Sambatrommler von der Münchner Ruhestörung, der syrische Friedenschor, die Schwuhplattler, der Kabarettist und Musiker Ecco Meineke, die Hip-Hopper Boshi San & Diaspora, die Poetry-Slammerin Nuria und Jesper Munk.

© SZ vom 12.09.2018 / fjk/baso

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