MünchenPolizeieinsatz unweit des Deutschen Museums: Zweijähriges Kind in die Isar gefallen

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Das Kind stürzte mehrere Meter tief, konnte aber gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden.
Das Kind stürzte mehrere Meter tief, konnte aber gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden. Robert Haas

Eine Mutter ist mit ihren Zwillingen am Fluss unterwegs, als einer der beiden Jungen ein Geländer überwindet und in die Tiefe fällt.

Von Martin Mühlfenzl

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Am Freitagvormittag ist ein zweijähriger Junge nahe dem Deutschen Museum aus etwa sechs Metern Höhe in die Isar gestürzt – und hat den Unfall dank des schnellen Eingreifens der Polizei überlebt. Die Einsatzkräfte konnten das Kind binnen weniger Minuten auf einer Kiesbank unter der Corneliusbrücke bergen.

Um kurz vor zehn Uhr war die Mutter mit ihren zweijährigen Zwillingen an der Isar unterwegs. Die Hochkante am Fluss ist in diesem Bereich mit einer Absperrung abgesichert. Dennoch fiel eines der beiden Kinder durch die Streben und stürzte mehrere Meter hinab ins Wasser. Wie es dazu kommen konnte, blieb zunächst ungeklärt – ein Polizeisprecher sagte am Unglücksort, möglicherweise sei der Bub an dem Geländer herumgeklettert.

Nach dem Sturz gab die Mutter ihren zweiten Jungen in die Obhut einer Passantin und versuchte mit anderen Herbeigeeilten, hinab zur Isar zu gelangen, was ihnen aber aufgrund der mehrere Meter hohen Mauer nicht gelang. Währenddessen riefen mehrere Passanten den Notruf. Polizeibeamte einer Streife der Einsatzhundertschaft, die nur wenige Minuten später am Unfallort eintraf, schafften es schließlich hinab zum Fluss.

Sie wateten bis zur Hüfte ins Wasser und fanden den Buben wenige Meter flussabwärts schließlich an der Corneliusbrücke auf einer Kiesbank, auf der er gestrandet war. Angaben der Polizei zufolge hatte der Junge äußerlich kaum Verletzungen, war allerdings unterkühlt. Er wurde von Rettungskräften ins Schwabinger Krankenhaus gebracht.

Ein Polizeisprecher sagte, dass der Einsatz auch von einer „gehörigen Portion Glück“ begleitet gewesen sei. An der Stelle, an der der Bub hinabgestürzt war, verengt sich die Isar leicht und weist eine hohe Strömung auf. Auch deshalb wurden vorsorglich Spezialkräfte und ein Hubschrauber alarmiert – für den Fall, dass das Kind weiter die Isar hinabgetrieben worden wäre, wie der Polizeisprecher erläuterte. Insgesamt waren etwa 25 Rettungskräfte und Polizeibeamte im Einsatz.

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