Hochwasser nach RegenfällenIsar-Pegel in München überschreitet Meldestufe eins

Am Dienstag hat die Isar in München die Hochwasserwarnstufe eins erreicht. Der braune Strom hat an vielen Stellen Sandbänke überflutet.
Am Dienstag hat die Isar in München die Hochwasserwarnstufe eins erreicht. Der braune Strom hat an vielen Stellen Sandbänke überflutet. (Foto: Robert Haas)

Das Wasserwirtschaftsamt warnt vor leichten Überschwemmungen. Die Spitze des Hochwassers dürfte aber erreicht sein.

Von Bernd Kastner

Es ist gerade mal einen Monat her, da war es heiß. Viel zu heiß für die Jahreszeit, an die 35 Grad wurden Ende Juni gemessen. Seit Wochen war es zu wenig Regen gefallen, und mancher fragte sich beim Blick in das Rinnsal namens Isar, ob bald das Trinkwasser rationiert werden müsse.

Heute, vier Wochen später, schaut München wieder auf die Isar – weil sie nun zum reißenden, braunen Strom geworden ist und eine Hochwasserwarnung gilt. Spektakulär sieht es aus, die Isar-Wiesen in München, zwischen Thalkirchen bis Corneliusbrücke, sind überflutet. Es hat viel geregnet, der Juli fühlt sich bisher nicht an wie Hochsommer. Das Wasserwirtschaftsamt hat eine Hochwasserwarnung für Stadt und Landkreis herausgegeben.

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Seit Freitag ist der Pegel in München um gut einen Meter gestiegen. Die Lage ist für die meisten Menschen nicht dramatisch, aber es könne zu einzelnen Ausuferungen und Überschwemmungen kommen, warnt das Wasserwirtschaftsamt. Von vier Meldestufen gilt am Dienstag Meldestufe eins, oder in Zentimetern des Isar-Pegels: 267. Zum Vergleich: Beim Hochwasser 2005 wurden in München 542 Zentimeter gemessen.

Auf Stufe eins dürfte der Pegel erst einmal verharren, sagt das Wasserwirtschaftsamt voraus, zumindest bis Mittwoch. Die Pegel-Spitzen im Einzugsgebiet der Isar seien überschritten. Dramatisch ist die Lage für die obdachlosen Menschen, die unter den Isarbrücken leben. Sie haben ihre Schlafplätze verloren.

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