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München:Inzidenzwert erreicht die 40

Die Neuinfektionen sind nicht auf einzelne Hotspots begrenzt

Nachdem die wichtige Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis München am Sonntag bereits knapp über dem Warnwert von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern lag, ist sie am Montag auf fast 40 gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) beziffert die Kennzahl für den Landkreis auf seiner Homepage mit 39,4. In ihr sind die 55 Neuinfektionen über das vergangene Wochenende berücksichtigt. Auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bestätigte im Laufe des Montags die Zahl (39,38). Damit rücken Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer näher.

Nach der hohen Zahl an Neuinfektionen am Wochenende meldet das Landratsamt zwar am Montagnachmittag erstmals wieder eine einstellige Zahl. Demnach haben in den vergangenen 24 Stunden neun weitere Personen im Landkreis ein positives Corona-Testergebnis erhalten. Erfahrungsgemäß fallen montags die Zahlen aber immer etwas geringer aus, da am Wochenende weniger getestet wird. Auch sind diese neuen Fälle noch nicht eingerechnet.

Aktuell gelten 194 Personen als infiziert. Insgesamt angesteckt haben sich seit dem ersten bestätigten Fall im Februar 2286 Landkreisbürger. 1996 Patienten gelten als statistisch genesen, 96 sind in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Vor allem Unterhaching (sieben neue Fälle) und Haar (acht) verzeichneten am Wochenende einen hohen Anstieg. "Mit den neuen Fällen liegen wir in unserer Gemeinde sogar über dem 50er-Wert", sagt der Unterhachinger Rathaussprecher Simon Hötzl. Schule und Kindertageseinrichtungen seien zwar aktuell nicht betroffen, aber über die Entwicklung informiert. Sowohl in Unterhaching als auch in Haar soll es sich bei den Neuinfektionen um Einzelfälle handeln. Am Montag verzeichnete den höchsten Anstieg Unterschleißheim mit drei neuen Fällen, zwei sind in Planegg dazugekommen.

© SZ vom 13.10.2020 / hilb, lb

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