Einen Vorteil hat München für Boris Čučković schon rein geografisch: Es sind von hier nur 550 Kilometer bis Zagreb. Wenn der Professor nach Kroatien fährt, um seine Familie zu besuchen, nimmt er oft den Flixbus. „Da treffe ich dann auf Menschen aus der Gastarbeitergeneration“, sagt er. „Ich spreche ihre Sprache, wir sitzen im gleichen Bus, das verbindet.“ Er höre gerne deren Familiengeschichten aus drei Generationen, vom Leben und Arbeiten in München. „Und ihre Kinder sitzen jetzt bei mir im Uni-Seminar“, sagt der Professor. Digital Natives, global vernetzt.
Kunst und KI„Die Kinder der Gastarbeiter sitzen jetzt in meinen Seminaren“
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Kunsthistoriker Boris Čučković: zwischen Neorenaissance und Virtual Reality.
Catherina HessBoris Čučković lehrt Kunstgeschichte und digitale Bildkulturen. Er beobachtet die wachsende Tech-Szene in München, die auch die Kunst herausfordert. In einem sind ihm seine Studierenden voraus.
Von Martina Scherf
