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Bilanz des Pfingstwochenendes:Polizisten stoppen vier illegale Straßenrennen

Anschließend entziehen die Beamten den Rasern die Führerscheine und beschlagnahmen deren Fahrzeuge.

Von Julian Hans

Die Anwohner sind genervt, die Strafen schmerzhaft und der Ausgang möglicherweise tödlich - doch das hält Autoposer nicht davon ab, mit Pferdestärken, Chrom und zweifelhaften Fahrkünsten zu prahlen. Am langen Pfingstwochenende hat die Polizei in vier Fällen illegale Rennen gestoppt, Führerscheine entzogen und Autos beschlagnahmt. Am Samstag beobachtete eine Streife gegen 21 Uhr zwei Motorräder und ein Quad an der Kreuzung zwischen Frankfurter Ring und Schleißheimer Straße.

Die Fahrer hielten nebeneinander. Als die Ampel auf Grün sprang, beschleunigten sie bis auf 100 Stundenkilometer. Erlaubt sind dort 60. Die Polizei stoppte die drei. Außer dem 34-jährigen Quad-Fahrer und einem 30-Jährigen auf einer Suzuki war auch ein 17-Jähriger auf einer Yamaha unterwegs, der noch keinen Führerschein hatte. Alle drei wurden wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angezeigt.

Etwa eine Stunde später hielten Passanten in Schwabing einen 25-Jährigen fest, der kurz zuvor ein Rennen gefahren sein soll. Die Polizei stellte bei dem Mann aus dem östlichen Landkreis einen Atemalkoholwert von über einem Promille fest und nahm ihm den Führerschein ab. In der Nacht auf Montag stoppte eine Streife gegen 1.30 Uhr einen BMW und einen Audi, die mit 160 km/h über den Innsbrucker Ring rasten. Sie wurden wegen eines verbotenen Rennens angezeigt, Autos und Führerscheine mussten sie abgeben. Am Montagabend schließlich wurden ein 20-Jähriger und ein 26-Jähriger wegen eines Rennens auf der Schleißheimer Straße gestoppt. Ihre Führerscheine sind sie los, die Autos waren geliehen.

© SZ vom 04.06.2020/fema
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