München heute:IAA-Gegner proben Kontakt mit Polizei / Jérôme Boateng vor Gericht

IAA Training. Foto: Friedrich Bungert

Das Aktionsbündnis "Sand im Getriebe" veranstaltete am Donnerstagnachmittag auf der Theresienwiese ein Aktionstraining.

(Foto: Friedrich Bungert)

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Von Joachim Mölter

Im Sport ist es die Regel, dass eine Mannschaft vor einem wichtigen Spiel ihr Abschlusstraining unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolviert und möglichst geheim hält, mit welcher Taktik sie gedenkt, ihren Gegner zu überwinden. Den Vorteil eines Überraschungsmoments gibt keiner leichtfertig aus der Hand.

Insofern ist es sehr bemerkenswert, dass das Aktionsbündnis "Sand im Getriebe" am Donnerstag Medienvertreter in sein Trainingscamp auf der Theresienwiese eingeladen hatte: Die sollten sehen und aufschreiben, mit welcher Taktik das Bündnis an sein Ziel kommen will - sogenannte Open Spaces der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) zu blockieren. Die Aktion gehört zum Protest gegen die von dem Bündnis so gesehene Klimazerstörung der Automobilbranche. Es ist auch ein Protest gegen die Besetzung des öffentlichen Raumes in München durch die Firmen, Konzerne und Unternehmen.

Die Einladung zum öffentlichen Abschlusstraining diente vor allem dazu, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie die IAA-Gegner bei ihrem Protest vorgehen wollen: "Ruhig und besonnen" nämlich, "von uns geht keine Gewalt aus", versichern sie. "Wir sagen, was wir machen, und wir machen, was wir gesagt haben", bekräftigte der Aktivismus-Routinier Tadzio Müller.

Die IAA ist gerade ein Reizthema zwischen Autofans und Autogegnern, und egal wie man dazu steht: Der Protest gegen die Veranstaltung ist zweifellos legitim, ob er auch legal sein wird, wird sich dann zeigen. Da muss man die Aktivisten an ihren Worten messen.

Die haben im Übrigen zwar ihre Taktik schon verraten, aber nicht, auf welchem Spielfeld sie antreten wollen, und wann der Anpfiff ist. Die Münchner, und speziell die Besucher der IAA, sollten sich vorsichtshalber darauf einstellen, dass es gewisse Behinderungen rund um die Ausstellung geben wird. Aber die gibt es durch die Aufbauten der IAA ja sowieso schon.

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