Neue GebührenordnungEin IAA-Stand in der Stadt kostet künftig das Doppelte: 60 Cent pro Quadratmeter

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Autowerbung auf der Ludwigstraße: Die Internationale Automobilausstellung IAA darf seit dem Umzug nach München auch öffentliche Plätze nutzen.
Autowerbung auf der Ludwigstraße: Die Internationale Automobilausstellung IAA darf seit dem Umzug nach München auch öffentliche Plätze nutzen.
René Hofmann
  • München verdoppelt die Sondernutzungsgebühren für kommerzielle Veranstaltungen im Stadtzentrum von 30 auf 60 Cent pro Quadratmeter und Tag.
  • Die Gebührenerhöhung wurde hauptsächlich wegen der IAA Mobility beantragt, die bis 2031 weiterhin in der Münchner Innenstadt stattfindet.
  • Bei der kommenden IAA 2025 soll es erneut ein Kulturprogramm mit dem "Festival of Lights" geben, das von Sponsoren mitfinanziert wird.
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Dass die IAA Mobility öffentliche Plätze belegt, bleibt umstritten – bis 2031 wird sich daran aber nichts ändern. Doch künftig wird es für die Veranstalter teurer.

Von Andreas Schubert

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Die Messe IAA Mobility 2025 werten die Aussteller und Veranstalter als Erfolg. 500 000 Menschen kamen vergangenen September zu der Mobilitätsmesse, ein Großteil zum sogenannten Open Space, der Ausstellungsfläche auf zentralen Plätzen in der Münchner Innenstadt.

Zu den Kritikpunkten an der Messe zählten unter anderem die geringen Sondernutzungsgebühren, welche die IAA für ihre Standflächen im Zentrum zu zahlen hatte. Die betrugen bei den beiden bisherigen Messen 30 Cent pro Quadratmeter und Tag. Im Gegenzug kassierte die Messe von ihren Ausstellern weitaus mehr, nämlich bis zu 598 Euro.

Das soll sich nun ändern: Am nächsten Dienstag will der Kreisverwaltungsausschuss eine neue Gebührenordnung beschließen. Dann soll sich die Gebühr auf 60 Cent verdoppeln.

Diese Summe gilt in den Stadtbezirken eins bis drei, also Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Maxvorstadt. Die Sondernutzungsgebühr bezieht sich nicht nur auf die IAA, sondern auf alle kommerziellen Veranstaltungen im öffentlichen Raum, die Mobilitätsmesse ist allerdings der Auslöser der Gebührenanpassung. Bürgerfeste, kulturelle und gemeinnützige Veranstaltungen sind davon nicht betroffen.

In allen anderen Stadtbezirken soll die Sondernutzungsgebühr auf 40 Cent erhöht werden. Die Gebühren für Auf- und Abbautage von festgesetzten Messen und Ausstellungen soll auf maximal 500 Euro pro Tag erhöht werden, sofern der Stadtrat der Vorlage zustimmt.

Unter anderem die Grünen hatten die geringen Gebühren schon im vergangenen Jahr kritisiert und nun die Erhöhung beantragt. Münchens öffentliche Flächen und gerade die zentralen Innenstadtlagen sollten „keine Bühne für große Messen und Ausstellungen“ sein. Falls es doch zu Ausnahmen komme, müsse gelten: Öffentlicher Raum ist wertvoll.

Seit 2021 findet die IAA Mobility, die sich nicht mehr als reine Auto-, sondern als Mobilitätsmesse versteht, alle zwei Jahre in München statt. Die Grünen, so auch der heutige Oberbürgermeister Dominik Krause, hatten den Open Space stets abgelehnt. Doch bis 2031 wird die IAA noch in der Innenstadt verbleiben, das regeln gültige Verträge mit den Veranstaltern.

Im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats erklärten an diesem Dienstag die ÖDP und die Linke erneut ihre Ablehnung der Ausstellung im Zentrum. Von Grünen und SPD kam unter anderem die Anregung, bei der kommenden IAA die Verkehrsführung und die Raumaufteilung noch einmal genauer zu prüfen.

Wirtschaftsreferent Christian Scharpf sagte, man werde noch mit den Bezirksausschüssen reden. Christian Vorländer von der Messe München, die neben dem Verband der Automobilindustrie die IAA veranstaltet, kündigte ebenso an, Anregungen aufzugreifen.

Bei der Ausstellung, bei der sich neben den Autokonzernen etwa auch Hersteller von Fahrrädern präsentieren, soll es auch im kommenden Jahr ein Kulturprogramm geben, unter anderem mit dem „Festival of Lights“, das bei der jüngsten Ausgabe der IAA 2025 trotz schlechten Wetters viele Zuschauer anzog.

Bei der Lichtshow werden historische Gebäude mit aufwendigen Projektionen in Szene gesetzt. Die Show soll von Sponsoren mitfinanziert werden, die Werbespots, so verspricht es Wirtschaftsreferent Scharpf, sollen aber maximal fünf Sekunden dauern und höchstens fünf Prozent der Projektionsfläche einnehmen.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung des Textes hieß es, die Aussteller zahlten die geringen Gebühren an die Stadt. Das ist nicht zutreffend: Die 30 Cent pro Quadratmeter zahlten die Veranstalter. Von den Ausstellern verlangte die IAA bis zu 598 Euro pro Quadratmeter.

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