Kritik an AutoausstellungIAA-Gegner demonstrieren mit Dino-Kopf und Fahrrad

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2023 versenkten Greenpeace-Aktivisten Karosserieteile im Messesee, die den Eindruck untergehender Fahrzeugen erweckten. Auch in diesem Jahr soll etwas vor der Messe im Wasser verschwinden.
2023 versenkten Greenpeace-Aktivisten Karosserieteile im Messesee, die den Eindruck untergehender Fahrzeugen erweckten. Auch in diesem Jahr soll etwas vor der Messe im Wasser verschwinden. Alessandra Schellnegger

Die Autoausstellung in München provoziert traditionell zahlreiche Proteste – teilweise ging es in den vergangenen Jahren spektakulär zu. Ein Überblick, was diesmal angekündigt ist.

Von Bernd Kastner

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Die Geschichte der Autoausstellung IAA in München ist auch eine Geschichte der Proteste. Seit der ersten Ausstellung 2021 versuchen Umweltaktivisten, die „Greenwashing-Show“, wie sie die „IAA Mobility“ gerne nennen, zu stören und/oder für eine klimaverträgliche Mobilität zu werben. Zu den andauernden Streitthemen gehören die sogenannten Open Spaces, die auch der Bund Naturschutz (BN) kritisiert. Die Ausstellungsflächen der IAA in der Innenstadt „stehen der Idee einer zukunftsfähigen, guten Stadt für alle in München absolut entgegen“, schreibt Sabine Krieger, Vize-Vorsitzende der Münchner BN-Kreisgruppe, in einer Stellungnahme. „Wir Münchner*innen wollen keine Automesse auf unseren Plätzen!“

Seit den spektakulären Aktionen am ersten Tag der ersten Münchner IAA vor vier Jahren, als sich Aktivisten an mehrere Autobahnbrücken mit Seilen festbanden und so eine Sperrung der Straßen provozierten, hat die Protestintensität zwar nachgelassen. Dennoch ist auch in diesem Jahr mit unangemeldeten Aktionen zu rechnen. Zudem sind eine Reihe von Veranstaltungen und Versammlungen offiziell angekündigt.

Aktion an der Messe

Einen „Autosaurus“ will die Organisation Attac am Dienstagmorgen im Messesee versenken, vor dem Haupteingang der Messe, wo sich die IAA dem Fachpublikum präsentiert. Der Dinosaurierkopf stehe für eine Autoindustrie, die sich der Transformation zu einer klimafreundlicheren Mobilität verweigere.

Mobilitätswende-Camp

Wie vor zwei Jahren findet während der IAA, von Dienstag bis Sonntag, im Luitpoldpark ein Camp statt. Für bis zu 1500 Menschen soll es Plätze in Zelten geben. Dabei wollen die Aktivisten über „Utopien einer demokratischeren und gerechteren Welt“ sprechen, zahlreiche Workshops, Vorträge und Diskussionen sind geplant.

Demonstrationen

Für Donnerstag, 11. September, plant die „Karawane“ um 18 Uhr eine Fahrraddemo, vom Sendlinger Tor zum Luitpoldpark. Dabei sollen die Themen Klimagerechtigkeit und Antirassismus verbunden werden, da die Produktion von Elektroautos auf der Ausbeutung von Rohstoffen aus dem globalen Süden basiere.

Am Samstag, 13. September, soll um 12 Uhr eine weitere Fahrraddemo „für die Verkehrswende“ vom Luitpoldpark zum Karolinenplatz führen, in die Nähe der IAA-Ausstellungsflächen in der Innenstadt. Organisiert wird diese Demo von BN, Verkehrsclub Deutschland und Green City. Ihre Forderung: „Politik für Menschen, nicht für Autos.“

Der Fahrraddemo schließt sich eine Laufdemo an, sie soll um 14.30 Uhr am Karolinenplatz starten und zurück ins Camp im Luitpoldpark führen, organisiert wird sie von Aktiven verschiedener Klimagruppen, ihr Motto: „Bedürfnisse statt Profite – Mobilität für alle!“

Tagung

Ein „Mobilitäts-Wende-Kongress“ findet am Samstag und Sonntag, 13. und 14. September, im Theresianum der Technischen Universität (TUM) in der Arcisstraße 21 statt. Organisiert wird die Tagung vom Umweltreferat der studentischen Vertretungen der TUM.

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