Hörbücher mit KI-StimmenWenn Tote wieder sprechen

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Das Münchner Start-up Goaudio arbeitet mit der künstlichen Nachbildung menschlicher Stimmen, um Hörbücher kostengünstig zu produzieren. Die Zahl der Kunden steigt, aber reden will darüber niemand. Was sagt das aus über die Zukunft dieser Branche?
Das Münchner Start-up Goaudio arbeitet mit der künstlichen Nachbildung menschlicher Stimmen, um Hörbücher kostengünstig zu produzieren. Die Zahl der Kunden steigt, aber reden will darüber niemand. Was sagt das aus über die Zukunft dieser Branche? jordachelr/Getty Images/iStockphoto/Collage:SZ

Ein Münchner Start-up klont Sprecherstimmen und produziert damit Hörbücher für 70 Prozent weniger Kosten. Verlage steigen heimlich ein, Sprecher fürchten um ihre Existenz. Ein Blick in eine Branche im Umbruch.

Von Michael Bremmer

Die Stimme klingt ein wenig nasal Aber angenehm. Ruhig. Getragen. Warm. So, als würde man vor einem Kamin sitzen, und ein älterer Herr liest vor. Neue Abenteuer von Sherlock Holmes, nicht von Sir Arthur Conan Doyle, sondern eine Hommage von William K. Stewart. „Im Spätsommer 1884 befanden wir uns auf einer Dienstreise nach Schottland. Holmes hatte eine Auftragsanfrage per Telegramm erhalten und dieser zu meiner Verwunderung zugestimmt“, liest Karlheinz Gabor. Es handelt sich um ein Hörbuch, produziert 2025. Karlheinz Gabor, fast 30 Jahre lang Moderator und Sprecher des Süddeutschen Rundfunks und des Südwestrundfunks, ist im Sommer 2024 gestorben.

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