Stadt richtet Taskforce einWasserversorgung am Limit – München stellt Brunnen ab

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Die Stadt bittet die Münchnerinnen und Münchner, Trinkwasser zu sparen.
Die Stadt bittet die Münchnerinnen und Münchner, Trinkwasser zu sparen. Wolfgang Maria Weber/Imago
  • München erlebt wegen der langanhaltenden Hitze eine seit den frühen 1970er-Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation bei der Wasserversorgung.
  • Die Stadt schaltet zehn Zierbrunnen ab und reduziert die Bewässerung von Grünanlagen sowie andere städtische Wasserverbräuche drastisch.
  • Oberbürgermeister Krause ruft alle Münchner zum Wassersparen auf und warnt vor weitergehenden Maßnahmen bei anhaltendem hohem Verbrauch.
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Wegen der Hitze verbrauchen die Münchner viel mehr Trinkwasser – so viel, dass die Stadt jetzt „Notmaßnahmen“ zum Wassersparen ergreift. Was geplant ist und wie es um die Versorgung steht.

Von Anna Hoben

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Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) ruft die Münchnerinnen und Münchner eindringlich zum Wassersparen auf. „Wir haben eine seit den frühen 1970er-Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation“, ließ er sich in einer städtischen Mitteilung vom späten Dienstagnachmittag zitieren. „Der durch die langanhaltende Hitze deutlich gestiegene Wasserbedarf bringt das Versorgungssystem der Stadtwerke München an seine Grenzen.“

Der OB hat deshalb eine Taskforce einberufen, die Maßnahmen zum Wassersparen koordinieren soll. Diese sollen bei Bedarf mit der Regierung von Oberbayern, den betroffenen Umland-Kommunen und Landkreisen abgestimmt werden. „Die Trinkwasserversorgung in München ist aktuell gesichert“, teilte Krause mit. Allerdings: „Sollte der Wasserverbrauch nicht sinken, werden wir weitergehende Maßnahmen ergreifen müssen.“

Zum erhöhten Wasserverbrauch der vergangenen Tage komme verschärfend hinzu, dass durch historisch niedrige Niederschläge im Frühjahr die Grundwasserneubildung und infolgedessen die Wasserentnahme in den sogenannten Wassergewinnungsgebieten der Stadtwerke deutlich reduziert seien. „Die Entnahmekapazitäten sind nahezu ausgeschöpft“, heißt es von der Stadt. Für die Grundwasserneubildung sind die Niederschläge der vergangenen Tage den Stadtwerken zufolge nahezu unerheblich.

Auch die Stadt hat mit dem Wassersparen begonnen. Zehn der 150 Zierbrunnen, die zu den Spitzenverbrauchern zählen, werden in den nächsten ein oder zwei Tagen abgeschaltet. Dazu gehören etwa der Fischbrunnen auf dem Marienplatz und der Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten. Das soll 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen einsparen. Bei anderen Brunnen wird die Betriebszeit von 14 auf zehn Stunden verkürzt, sie laufen künftig nur noch von 10 bis 20 Uhr.

Die städtischen Grün- und Außenanlagen werden bis auf Weiteres gar nicht mehr oder weniger bewässert. Auch bei den städtischen Sportflächen wird die Bewässerung reduziert. Der Wasserverbrauch der Schulschwimmbäder soll auf ein Minimum reduziert werden. Die Fenster von städtischen Gebäuden werden erst einmal nicht mehr geputzt. Vorübergehend sollen auch die Autos im städtischen Fuhrpark nicht mehr gewaschen werden. „Wasserintensive Übungen“ seitens der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr werden auf das notwendige Minimum reduziert.

„Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft, die Situation zu entschärfen“, so OB Krause in seinem Appell. Die Stadtwerke bitten insbesondere darum, Gärten und Rasenflächen nicht mehr zu bewässern, keine Pools und Planschbecken zu füllen und das Autowaschen zu verschieben. Auch beim Duschen und Zähneputzen lasse sich Wasser einsparen, indem man die Brause oder den Hahn zwischendurch abdrehe.

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