Süddeutsche Zeitung

München heute:Tierfriedhöfe / Fastenbrechen im Luitpoldpark / Dult-Boxen

Und was die Stadt sonst bewegt.

Von Julia Hägele

Als Kinder hatten mein Bruder und ich einen Hasen, der hieß Felix. Eines Morgens fand meine Mutter Felix zerstückelt im Garten - vielleicht ein Marder. Uns Kindern wurde gesagt, dass Felix in den Wald gehoppelt sei, um sich eine Hasenfrau zu suchen. Liebe und Tod, nur eine Lüge voneinander entfernt.

Wer sein Haustier liebt, will es würdig bestatten. Meine Kollegin Melanie Staudinger war auf dem Tierfriedhof in Hallbergmoos, der bald sehr wichtig wird, weil Münchens einziger Tierfriedhof in Obermenzing Ackerland weichen soll. Sie hat sich dort mit dem Betreiber Wolfgang Müller unterhalten. "Für die Menschen, die ihre Tiere bei mir begraben lassen, war das Haustier ein Familienmitglied", sagt er.

Wenn Sie jetzt immer noch denken, was soll der ganze Aufriss: Derzeit leben etwa 50 000 Hunde, 100 000 Katzen und viele andere Haustiere in München. Wahrscheinlich sterben sie nicht alle gleichzeitig - trotzdem schwer vorstellbar, dass sie alle dort ihre letzte Ruhe finden, wo Felix sie fand: in der Biotonne.

Das Wetter: Sonnig bei maximal 27 Grad, am Abend steigt das Schauer- und Gewitterrisiko.

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