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München heute:Prostitution während der Corona-Krise / Polizei stoppt internationales Autorennen

Bordell für Longread

Seit der Schließung der Bordelle im März ist Joana L. im "Pearls24" untergekommen.

(Foto: Catherina Hess)

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Von Helena Ott

Joana L. wollte wie gewohnt für drei Monate in Deutschland arbeiten gehen, dafür hat sie ihre zwei Kinder in Sardinien zurücklassen müssen. Sie ist Sexarbeiterin, aber Mitte März wurde das Bordell, in dem sie eigentlich ihr Geld verdient, vom Kreisverwaltungsreferat wegen des Coronavirus geschlossen. Warum die 32-Jährige trotzdem nicht zu ihren Kindern nach Italien zurück konnten, hat mir Joana L. bei einem Treffen im Giesinger Bordell "Pearls24" erzählt. (SZ-Plus) Seit der Schließung im März ist sie dort untergekommen, bei meinem Besuch hat sie mir gezeigt, wie ihr Leben mit anderen Frauen gerade aussieht.

Joana L. hat nach der Schule keine Ausbildung gemacht, weil sie ihr erstes Kind bekam. In Sardinien gibt es kaum Arbeit und in Deutschland bleiben für Ungelernte auch nur Jobs in der Reinigungsbranche, auf dem Feld, in Logistikzentren oder eben im Rotlichtmilieu. Das Coronavirus verschärfte die Situation von Joana L., sie wusste plötzlich nicht mehr wovon sie die nächste Chemotherapie ihrer krebskranke Mutter bezahlen sollte.

Wie mehr als 1000 andere Frauen, die in München von Sexarbeit leben, verdiente sie über Nacht kein Geld mehr, einzelne Stammkunden bediente sie, als die Übernachtungen wieder erlaubt wurden, in Hotelzimmern. Aber "Hotel ist gefährlich", sagt die Prostituierte und erklärte mir an ihrem Arbeitsplatz auch warum.

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