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München heute:Unruhe nach dem Pfingst-Unwetter / "Cavalluna"-Pferdepark vor dem Aus

Die Fassade des Hauses von Konstanze Dietl an der Weißensteinstraße ist am Pfingstmontag von Hagelkörnern zerschossen worden. Die Hausbesitzerin konnte die Schäden bis heute nicht beheben lassen.

(Foto: Robert Haas)

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Wer in München einen Handwerker sucht, der braucht Geduld und Glück. Die Auftragsbücher sind voll, viele Dachdecker, Klempner oder auch Fliesenleger sind auf Monate hin ausgebucht - und das ist der Alltag. Wenn zusätzlich noch eine Notlage eintritt, ein schweres Unwetter etwa, wird es eng. Dann gibt es schlicht nicht genügend Dachdecker, um all die abgedeckten Dächer neu zu decken.

Genau ein solches Unwetter ist am Pfingstmontag über die westlichen Ausläufer Münchens und über die Städte und Gemeinden in der Umgebung hinweggezogen. 20 Minuten lang prasselten bis zu sieben Zentimeter dicke Hagelkörner herab, sie durchschlugen Gewächshäuser, zerstörten Felder, ramponierten Häuser und durchlöcherten Windschutz- und Heckscheiben von Autos. Seitdem ist es weitgehend still geworden um das Pfingstunwetter, viele Münchner haben den Hagelschlag schon wieder vergessen. Doch im Westen der Stadt ist das anders. Viele Geschädigte haben dort bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Und erst mit der Zeit wird klar, wie groß die am 10. Juni entstandenen Schäden tatsächlich sind.

Mein Kollege Andreas Ostermeier aus der SZ-Redaktion in Fürstenfeldbruck und ich haben Geschädigte in München und im besonders stark vom Hagel getroffenen Germering besucht und mit Handwerkern und Versicherungen gesprochen. Und dabei haben wir erfahren: In der Öffentlichkeit werde der Sturm massiv unterschätzt. Das Pfingstunwetter sei im Rückblick das "mit Abstand größte Unwetterereignis" seit dem verheerenden Hagelsturm von 1984 gewesen, sagt zum Beispiel die Versicherungskammer Bayern, der regionale Marktführer unter den Versicherungen. Außergewöhnlich viele Reparaturen seien extrem teuer; der Versicherer spricht von Schäden in einer neuen Dimension. Und in manchen Dachdecker-Betrieben gehen sie vor lauter Aufträgen nachmittags schon gar nicht mehr ans Telefon.

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