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München heute:Dieter Reiter bleibt Münchens OB / CSU gewinnt in den Landkreisen

Dieter Reiter

Dieter Reiter darf weitere sechs Jahre die Geschäfte als Münchner Oberbürgermeister führen.

(Foto: Florian Peljak)

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Das offizielle Endergebnis sind die Wahlhelfer der Stadt München an diesem Sonntagabend schuldig geblieben. Und doch ist das Resultat, das Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) gegen seine Herausforderin Kristina Frank (CSU) eingefahren hat, schon jetzt mehr als eindeutig: Nach Auszählung von 636 der 1001 Wahlgebiete liegt er mit 71,4 Prozent vorne. Der Abstand ist so deutlich, dass Frank Reiter bereits zum Wahlsieg gratuliert hat.

Trotz erwartbaren Ausgangs ist die Stichwahl ungewöhnlich, vielleicht sogar einzigartig gewesen. Wegen der Corona-Krise mussten alle Wahlberechtigten in Bayern per Brief wählen. Das gab Kritik im Vorfeld, wie die demokratischen Wahlgrundsätze sich einhielten ließen. Die Bedenken aber haben die Münchnerinnen und Münchner am Sonntag eindrucksvoll weggewischt, wie mein Kollege René Hofmann schreibt.

Die endgültige Wahlbeteiligung liegt noch nicht vor, aber sie war viel höher als 2014. Bis zum Nachmittag hatten schon 600 000 ihre Stimme abgegeben. Im Rathaus beginnt nun eine spannende Zeit: Welche Koalition wird sich nun im Stadtrat bilden? Gehen die Grünen als Wahlsieger ein Bündnis mit Reiters SPD ein? Oder eines mit der CSU? Theoretisch könnten SPD und CSU auch einen dritten Partner suchen, um die Grünen auszubooten.

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Zählen in besonderen Zeiten Es ist eine historische Stichwahl: Wegen der Corona-Krise dürfen die Münchnerinnen und Münchner zum ersten Mal nur per Brief über ihren künftigen Oberbürgermeister entscheiden.

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Wer will mit wem im Stadtrat - und zu welchem Preis? Sobald das Ergebnis der OB-Wahl feststeht, dürften die Bündnisverhandlungen im Rathaus Fahrt aufnehmen. Überraschungen sind zwar unwahrscheinlich - aber nicht ausgeschlossen.

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