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München heute:Kohleverbrennung wird reduziert / Mehr Sozialarbeit an Grundschulen geplant

Heizkraftwerk München Nord in Unterföhring, 2019

Heizkraftwerk München Nord in Unterföhring, 2019 Luftaufnahme des Heizkraftwerks München Nord in Unterföhring.

(Foto: Robert Haas)

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Saubere Luft, weniger Abgase, wer würde da nicht sofort Ja sagen? Also beschloss die Mehrheit der wenigen Münchner, die beim Bürgerentscheid "Raus aus der Steinkohle" im November 2017 mitstimmten, den Steinkohleblock im Heizkraftwerk Nord Ende 2022 abzuschalten. Die Stadtwerke München als Betreiber wehrten sich dagegen vergeblich, sie drangen mit ihren Gegenargumenten nicht durch. 800 000 Tonnen Steinkohle pro Jahr einsparen - der Gedanke war zu verlockend.

Schnell stellte sich aber heraus, dass es so einfach nicht geht. Die Versorgung mit Strom und Wärme in München hängen auch an der Steinkohle, Ersatz in ausreichendem Maß ließ sich nicht so schnell organisieren. Die Stadtwerke schmerzte zudem, dass sie ein sehr rentables, hochmodernes und effizientes Kraftwerk abschalten sollten, das sauberer arbeitet als die meisten anderen Kohleblöcke.

Zwei Jahre Streit folgten, nun steht ein erster Beschluss, der auf Dauer Bestand hat und etwas bewirkt. Die Idealisten im Bündnis "Raus aus der Steinkohle" sehen es womöglich als Niederlage, dass ihre radikale Lösung darin nicht enthalten ist. Doch der Frust ist nicht berechtigt, sie haben für München eine enorme Verbesserung erreicht. Auch wenn der Kohleblock vorerst nicht abgeschaltet wird, ist die nun beschlossene Reduktion des CO2-Ausstoßes ein Erfolg. Vor wenigen Jahren war es noch unvorstellbar, dass die Stadtwerke sich so schnell und so weit bewegen in dieser Frage. Das sollten auch ihre Gegner anerkennen.

Kein Grund also für die Stadträte auf allen Seiten, unter Gebrüll aufeinander loszugehen. Gemacht haben sie es trotzdem, worüber wir aber erst im zweiten Teil des Artikels aus dem Wirtschaftsausschuss berichten. Wichtiger ist für uns, dass die Münchner Luft schon ab Mai kommenden Jahres sauberer wird.

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