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München heute:Erste klinische Tests für Corona-Impfstoff / Vermieter will Kaufhof am Stachus retten

Outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Tuebingen

So könnte es auch bald im Münchner Tropeninstitut aussehen: Einem Probanden in Tübingen wird der Impfstoff der Firma Curevac injiziert.

(Foto: Kai Pfaffenbach/Reuters)

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Von Stephan Handel

Hoffnung kommt in diesen Tagen aus München: Am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität beginnt eine Studie, mit der ein Impfstoff gegen das Corona-Virus erstmals an Menschen getestet wird (SZ-Plus). Als eines der ersten deutschen Forschungsunternehmen hat Curevac aus Tübingen die Genehmigung für eine solche Studie erhalten. Das Münchner Institut ist dabei Teil eines Verbundes aus Kliniken in Tübingen, Hannover und den beiden belgischen Städten Gent und Antwerpen.

In München werden 30 Freiwillige gesucht, zwischen 18 und 60 Jahre alt, die bereits an Covid-19 erkrankt waren. Dadurch soll untersucht werden, ob eine bereits vorhandene Immunreaktion durch den Impfstoff verstärkt werden kann. "Das ist sozusagen wie eine Auffrischung bei anderen, gängigen Impfungen", sagt Michael Hölscher, der Direktor des Tropeninstituts. Die Probanden, die vom Gesundheitsreferat der Stadt angeschrieben wurden mit der Bitte, sich zu melden, erhalten im Abstand von vier Wochen zwei Spritzen und werden dazwischen regelmäßig untersucht - auch hinterher für insgesamt 13 Monate, um herauszufinden, wie lange die Immunität denn bestehen bleibt.

Die Weiterentwicklung des Arzneimittels muss aber nicht solange warten: In der ersten Phase der Studie geht es noch nicht um Wirksamkeit, sondern um Sicherheit und Verträglichkeit. Wenn die beiden Impfungen bei allen Teilnehmern erfolgt sind und die Ergebnisse vorliegen, können die zweite und dritte Phase beginnen. Dann sollen bundesweit mehrere 1000 Freiwillige geimpft werden. "Wir hoffen, dass wir dann wieder dabei sind", sagt Michael Hölscher.

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