München heute:Für die Eisläufer wird es eng / Der erste Advent in der Innenstadt

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München heute: Die Eislaufsaison hat begonnen, doch die Bedingungen in München sind in diesem Jahr wegen der Energiekrise schlecht.

Die Eislaufsaison hat begonnen, doch die Bedingungen in München sind in diesem Jahr wegen der Energiekrise schlecht.

(Foto: Stephan Rumpf)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Tom Soyer

Meine ersten Eislauf-Erfahrungen spielen in einer Zeit, in der man sich nicht für ein paar Euro perfekt geschliffene Schlittschuhe ausgeliehen hat, sondern auf dem zugefrorenen Heimstettener See jene seltsamen Metallgebilde an die Gummistiefel unten dranschraubte, die man beim Opa in der Werkstatt gefunden hat. "Absatzreißer" hießen die, und genau so wirkten diese Krallen-Schraubzwingen mit mäßiger Kufe dann auch. Siebzigerjahre, lange her. Und womöglich der Grund, warum Eislaufen dann erst viel später wieder eine Chance bei mir erhielt. Eine sehr wackelige Sache, diese Absatzreißer.

Eine ziemlich wackelige Partie wurde auch die schwierige Entscheidung, ob die Stadt München die Eissportstadien angesichts des Zwangs zum Energiesparen und angesichts der zu erwartenden Kosten noch aufrechterhalten kann. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick vorzeigbar, auf dem Papier gibt es gute Sportmöglichkeiten. Sieht man sich das aber an so einem Eislauf-Wochenende mal aus der Nähe an und spricht mit vielen, die sich mit dem sportlichen Schlittern auskennen, dann kommen leider auch ein paar Absatzreißer-Reminiszenzen auf, wenn ich das mal im übertragenen Sinne so nennen darf.

Denn es ist schon ziemlich mau, wenn im renommierten Prinzregentenstadion nach einer Generalüberholung dann ausgerechnet das Herzstück, die Eismaschine, nicht funktioniert. Peinlich für die Stadtwerke. Und es ist leider nicht nur folgenreich für eine Handvoll Spitzen- und Leistungssportlerinnen und -sportler, wenn die sparbewusste Stadt im Eislaufzentrum am Ostpark nur noch das Eishockeyfeld betreibt, die 400-Meter-Bahn aber für die ganze Saison lahmlegt.

Das Personal wird vorgehalten, die Breitensportlerinnen und -sportler vermissen diese Bahn schmerzlich, der Beton wird ohne die im Winter auch schützende Eisschicht Risse bekommen und nach und nach verrotten - und all jene, die an die Pandemie-Klagen von den zu wenig aktiven Schülern und Jugendlichen erinnern, haben leider auch nur allzu recht: Warum muss all die willigen Aktiven so eine Maßnahme derart radikal treffen? Dass es auch ein paar andere Ideen gäbe, wie dieser energieintensive Sport in eine ökologische Zukunft geführt werden kann, habe ich bei meiner Rundtour am Wochenende auch erfahren.

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