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München heute:Das erste Wochenende mit Ausgangsbeschränkungen / Was noch erlaubt ist

Coronavirus - In München herrscht nun eine Ausgangsbeschränkung - der Odeonsplatz ist menschenleer

Der Odeonsplatz mit der beleuchteten Theatinerkirche ist gegen 22.20 Uhr menschenleer.

(Foto: dpa)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Überraschend waren vor allem die Begegnungen an diesem Wochenende. Dass an einem regnerischen Tag nicht viel los sein würde, war zu erwarten. Dass in der Nacht zum Samstag im strömenden Regen auch nicht viele Menschen in der Stadt sein würden, ebenfalls. Am Kennedys-Pub vorbeizugehen, ohne dass Raucher vor der Tür stehen, das war dann schon etwas Neues. Und dann sind es eben die Begegnungen.

Man hatte das Gefühl, dass jeder, der am Wochenende draußen war, sehr aufmerksam durch seine Stadt gegangen ist. Ist ja klar. Aber das ist dann eben schon auch ungewohnt, wenn jeder jeden anschaut auf der Straße. Wie das eben ist, wenn alle in der gleiche Situation sind: Dass sie diese Situation noch nie erlebt haben. Also geht man durch die Stadt und beginnt, die neuen Gegebenheiten zu verinnerlichen.

Wie gehe ich auf dem Bürgersteig so, dass ich gleichzeitig den richtigen Abstand halte, aber dabei nicht so wirke, als würde ich panisch vor jemandem Reißaus nehmen? Auch die Geräusche von Niesen oder Husten in der näheren Umgebung haben eine andere Wirkung. Manch einer dreht sich ruckartig um, nur um dann erleichtert zu sehen, dass der Niesende die Armbeuge vorgehalten hat.

Ob im Supermarkt oder auf der Straße, in der Apotheke oder am Kiosk, ob Polizist oder Passant. Alle schienen an diesem Wochenende interessiert an einem Gespräch zu sein. An einem Austausch. Denn wenn jeder noch selbst nach dem richtigen Umgang mit dem Moment sucht, ist auch jedes Gespräch darüber willkommen. Das ist auf jeden Fall mal eine gute Nachricht.

Einen schönen Sonntagabend wünscht Ihnen Philipp Crone

Das Wetter: Die Woche beginnt sonnig und windig mit wenigen Schönwetterwolken. Es bleibt trocken bei bis zu 4 Grad.

DER TAG IN MÜNCHEN

Darf meine Putzfrau kommen? Darf ich im Garten grillen? Was passiert bei Verstößen? In Bayern gelten seit Mitternacht weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die Staatsregierung hat häufig gestellte Fragen dazu beantwortet.

"Man kann die Leute nicht sich selbst überlassen." Schon in normalen Zeiten leben gut 6000 Flüchtlinge unter prekären Umständen, durch die Corona-Krise fallen viele Hilfsangebote weg. Die Wohlfahrtsverbände sorgen sich um die Stimmung in den Häusern.

In München gibt es keine anderen Täter als in anderen deutschen Großstädten. Immer mehr Sexualdelikte? Besonders viele Tatverdächtige, die keinen deutschen Pass besitzen? Die aktuellen Polizeizahlen entkräften einige Mythen.

MÜNCHEN ERLEBEN

MÜNCHEN ERSEHEN

Eingeschränkt, leer und gelassen: Zehn Verstöße, 25 Anzeigen - eine gute Bilanz für den ersten Tag mit neuen Ausgangsbeschränkungen. Die Münchner bleiben entspannt, nur die Standlbesitzer verzweifeln.

Münchens schönste Plätze sehen - ohne sich oder andere anzustecken. Eigentlich möchte man sofort raus: auf den Marienplatz, auf den Gärtnerplatz oder auf den Pfanzeltplatz in Perlach. Das ist der Nachteil an diesem Film: Er weckt Sehnsüchte, die derzeit unerfüllbar sind.

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© SZ.de/mkam

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