Süddeutsche Zeitung

München heute:Stadt will Christkindlmarkt ausdehnen / Wirte machen Schanigärten winterfest

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Von Anna Hoben

In normalen Jahren sieht die Adventszeit meistens ungefähr so aus: Man hüpft von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, quält sich am Wochenende in überfüllte Geschäfte, weil man Geschenke braucht, und stürzt zwischendurch frierend einen Glühwein herunter, auch wenn man Glühwein eigentlich gar nicht mag - vielleicht hilft er ja, dass sich ein besinnliches Gefühl einstellt. Nach Weihnachten, wenn man tatsächlich Zeit hätte, von Stand zu Stand zu schlendern, geht das nicht mehr - Stände abgebaut, Christkindlmarkt vorbei.

Dass das in diesem Jahr in München ganz anders werden soll, daran ist natürlich das Virus schuld. Die Stadt will den Christkindlmarkt ausdehnen - räumlich, aber auch zeitlich. Der Advent soll also quasi nicht enden, bis zum 10. Januar. Damit zwischen den Buden schön viel Platz bleibt und die Abstände eingehalten werden können, sollen sie sich vom Marienplatz bis zum Karlstor und bis weit in die Sendlinger Straße erstrecken.

Am Dienstag stimmt der Stadtrat darüber ab. Vertreter der Parteien haben mir erzählt, dass sie die Vorschläge der Verwaltung gut finden. Aber natürlich schwebt über allem das coronasche Damoklesschwert: Je nachdem, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt, können die Weihnachtsmärkte auch komplett abgesagt werden. Gerade steigen die Zahlen wieder. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt in München schon wieder kritisch hoch, so dass der städtische Corona-Krisenstab heute zum Beispiel beschlossen hat, dass bis zum 25. Oktober keine Fußballspiele vor Publikum stattfinden dürfen.

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