bedeckt München 22°

Hebammen in München:"Man weiß nicht: Wann soll ich aufgeben?"

Myriam Klee will sich auf die Schwangerschaft konzentrieren, sie genießen, doch die Suche nahm sie zu sehr in Anspruch und zog sie immer weiter runter.

(Foto: Stephan Rumpf)

In München ist es fast unmöglich, in der zwölften Woche noch eine Hebamme zu finden. Myriam Klee, schwanger mit Zwillingen, hat knapp hundert kontaktiert - ohne Erfolg. Woran liegt das?

Von Simon Garschhammer

Myriam Klee ist schwanger. Zum ersten Mal in ihrem Leben und das gleich mit Zwillingen. Ende Juli soll es soweit sein. In der zwölften Woche bestätigt ihr die Gynäkologin, dass alles nach Plan verläuft - für die 35-Jährige der Moment, um sich um die Wochenbett-Betreuung zu kümmern. "Ich suche eine Hebamme für die Zeit nach der Geburt, einfach dass eine Fachfrau da ist, die sich um meinen Körper und meine Kinder kümmern kann", sagt Klee. Also setzt sie sich vor den Laptop und fängt an zu suchen. Sie telefoniert, schreibt Mails, SMS. Doch eine Zusage bekommt sie nicht. Schnell merkt sie, dass aus der Suche eine Odyssee werden wird. Viel zu spät sei sie dran, frühestens ab September könne man ihr helfen; die Babys wären da schon zwei Monate alt.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Vorsorge-Serie
Jetzt richtig vorsorgen
Was die Parteien mit der Rente vorhaben
Populismus
Die Einsamkeit der Querdenker
Hanno Berger
Wie "Mister Cum-Ex" gegen seine Auslieferung kämpft
Girl with bangs and protective face mask staring while standing at park model released Symbolfoto AMPF00109
Covid-19
Was die Pandemie mit dem Immunsystem gemacht hat
Wir 4
Sabbatical
Auf Weltreise mit Kindern
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB