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Hauptbahnhof München:Betrunkener würgt Polizistin

Münchner Hauptbahnhof bei Nacht, 2020

Vor dem Angriff war der betrunkene Mann im Hauptbahnhof gegen einen abgestellten ICE gelaufen und hingefallen (Symbolbild).

(Foto: Stephan Rumpf)

Am Gleis 12 wird eine Beamtin in der Nacht von einem 33-Jährigen schwer attackiert. Auf der Wache droht er ihr und ihren Kollegen später mit dem Tod.

Gewürgt und schwer bedroht: Eine Münchner Bundespolizistin ist im Hauptbahnhof von einem Mann heftig attackiert worden. Sie und ein Kollege waren am Mittwoch gegen drei Uhr früh zu Gleis 12 gerufen worden, wie die Polizei mitteilte. Dort trafen sie auf einen Betrunkenen; ein Mitarbeiter des Bahn-Sicherheitsdienstes hatte beobachtet, wie der Mann zuvor gegen einen abgestellten ICE gelaufen und hingefallen war. Der 33-Jährige habe sich "von Anfang an unkooperativ" gezeigt, habe auf Fragen der beiden Bundespolizisten nicht geantwortet und auch seinen Ausweis nicht herzeigen wollen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Er sei "zunehmend aggressiver" geworden und habe schließlich die 30-jährige Beamtin am Hals gepackt und gewürgt. Ihr Kollege schritt ein, der Mann wurde gefesselt und zur Wache gebracht. Weil er Widerstand geleistet habe, seien weitere Bundespolizisten ihren Kollegen zu Hilfe gekommen - schließlich habe man den Mann zu viert in die Wache getragen, teilte die Polizei mit. Dort habe er den Beamten gedroht, sie töten zu wollen.

Gegen ihn wird laut Bundespolizei nun wegen mehrerer möglicher Delikte ermittelt: wegen Widerstands, gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Weil er sich weigerte, ins Röhrchen zu blasen, um den Alkoholwert im Atem zu testen, habe die Staatsanwaltschaft angeordnet, ihm Blut zu entnehmen.

© SZ.de/kast/amm
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