Am Münchner Hauptbahnhof hat ein 20-Jähriger einen ICE auf der Fahrt von München nach Hamburg per Notbremse gestoppt, nachdem sich die Türen des Zuges aus seiner Sicht zu schnell geschlossen hatten.
Laut Bundespolizei hatte der junge Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn in Niederbayern Montagmittag zuvor seine pflegebedürftige Großmutter in den Schnellzug gebracht. Mit ihr mitfahren wollte der 20-Jährige jedoch nicht. Allerdings verpasste er den richtigen Moment zum Aussteigen – und stand schließlich im abfahrenden Zug vor verschlossenen Türen. Nach Angaben der Bundespolizei betätigte der Mann daraufhin den Nothalt und brachte somit den anfahrenden Zug zum Stehen.
Die Weiterfahrt des ICE verzögerte sich dadurch leicht. Gegen den 20-Jährigen aus Niederbayern wird nun wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ermittelt. Die Bundespolizei warnt davor, die Notbremse ohne berechtigten Grund zu ziehen, denn das führe stets zu strafrechtlichen Ermittlungen.

