Es ist ein ungewöhnlicher Fund, den ein Reisender am Freitagnachmittag am Münchner Hauptbahnhof gemacht hat: Am nördlichen Bahnhofsausgang zur Arnulfstraße war ein „kleines, offensichtlich herrenloses Huhn“ unterwegs. Der umsichtige Mann brachte das Tier kurzerhand zum Fundbüro der Deutschen Bahn, welches wiederum die Münchner Bundespolizei informierte – schließlich hätten auch gefiederte Reisende „Anspruch auf Hilfe“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Solch ein tierischer Fund ist auch für die Beamten nicht alltäglich, der Vogelnotdienst war am Abend nicht mehr erreichbar. Die Polizei gab dem herrenlosen Huhn also einen Namen, fütterte Henrietta mit Haferflocken und brachte das Tier in einem ruhigen Raum für die Nacht unter – damit es sich von seinen „mutmaßlichen Reiseabenteuern“ habe erholen können, wie es heißt. Ihren Schlafplatz bei der Bundespolizei hat Henrietta aber mittlerweile wieder verlassen, das Huhn befindet sich nun in der Obhut des Vogelnotdienstes Olching.

