Bezirksausschuss Au-HaidhausenWeißenburger Straße soll dauerhaft Fußgängerzone werden

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In einer einjährigen Testphase wurde die Weißenburger Straße schon einmal zur Fußgängerzone – nun könnte sie es dauerhaft werden.
In einer einjährigen Testphase wurde die Weißenburger Straße schon einmal zur Fußgängerzone – nun könnte sie es dauerhaft werden. Robert Haas
  • Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen hat mit grün-roter Mehrheit beschlossen, die Weißenburger Straße dauerhaft zur Fußgängerzone zu machen.
  • In der einjährigen Testphase bewerteten 63 Prozent der Anwohnenden und 73 Prozent der Passanten die Fußgängerzone positiv, aber nur 32 Prozent der Gewerbetreibenden.
  • Das Mobilitätsreferat kündigte eine ein- bis zweijährige Planungsphase an, falls Bezirksausschuss und Stadtrat zustimmen.
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Die testweise Umwidmung der Straße in Haidhausen war zum Teil heftig umstritten, wurde aber von vielen Anwohnern und Passanten positiv aufgenommen. Nun gibt es einen ersten Beschluss, wie es weitergehen könnte.

Von Patrik Stäbler

Nach der einjährigen Testphase soll die Weißenburger Straße zwischen Weißenburger und Pariser Platz dauerhaft zur Fußgängerzone werden. Dafür hat sich der Bezirksausschuss Au-Haidhausen (BA) mit grün-roter Mehrheit ausgesprochen und das Rathaus dazu aufgefordert, die Umwidmung „umgehend vorzubereiten“.

Bis zur endgültigen Umgestaltung des Straßenabschnitts fordert der BA möglichst schon von diesem Sommer an eine provisorische Fußgängerzone – so wie sie bis zum vergangenen August ein Jahr lang probeweise eingerichtet worden war. Sollte dies so kurzfristig nicht möglich sein, beantragt das Gremium die Einrichtung einer Sommerstraße in der Weißenburger Straße von Mai bis Oktober. Sie könne anschließend „direkt zur Fußgängerzone weiterentwickelt werden“, heißt es im Antrag.

„Nach Jahren der Diskussion und einer erfolgreichen Pilotphase ist es nun an der Zeit, die Weißenburger Straße in einen attraktiven, grünen und sicheren Raum für alle zu verwandeln“, sagte Sonja Rümelin, Sprecherin der Grünen-Fraktion. Und Nina Reitz (SPD) betonte: „Mit der heutigen Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Sie markiert den Beginn der Umgestaltung, die wir bereits 2019 mit unserem Antrag angestoßen und seither engagiert begleitet haben.“ Kritik an dem Vorhaben kam von der CSU-Fraktion, für die Nikolaus Haeusgen sagte: „Insbesondere ein Provisorium wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht gewollt.“

Demgegenüber verwies Sonja Rümelin auf die Evaluation der einjährigen Testphase, die das städtische Mobilitätsreferat im Januar öffentlich vorgestellt hatte. Demnach bewerteten 63 Prozent der Anwohnenden und 73 Prozent der Passanten die temporäre Fußgängerzone als sehr gut oder gut; seitens der Gewerbetreibenden taten dies nur 32 Prozent. Bei Letzteren sahen überdies mehr als 60 Prozent eine Verschlechterung für ihre Kundschaft und ihr Geschäft durch die Fußgängerzone. Insgesamt habe sich jedoch ein „breiter Konsens für eine Aufwertung des öffentlichen Raums“ in der Weißenburger Straße gezeigt, hieß es damals vom Mobilitätsreferat.

Dessen Leiter Georg Dunkel kündigte an, dass seine Behörde in die detaillierte Planung für eine dauerhafte Fußgängerzone einsteigen werde, falls Bezirksausschuss und Stadtrat ihr Plazet dafür geben. Letzterer hat sich das Thema bisher noch nicht vorgenommen. Eine solche Planung werde „ein bis zwei Jahre“ in Anspruch nehmen, sagte Dunkel. „Etwas schneller kann es mit Provisorien oder einer Übergangslösung gehen.“

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