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Nach misslungener EM-Aktion:Greenpeace-Aktivist verrät Startpunkt nicht

FUSSBALL Euro 2021 GRUPPE C Spiel 12 in Muenchen Frankreich - Deutschland 15.06.2021 Ein Aktivist der Umweltorganisation

Der Greenpeace-Aktivist nach der Bruchlandung auf dem Rasen des Münchner EM-Stadions.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildage)

Zwei Menschen sind bei der Bruchlandung des Motorschirmfliegers verletzt worden. Die Polizei hat neue Erkenntnisse zum Ablauf der Aktion.

Nach der missglückten Protestaktion von Greenpeace während des ersten EM-Spiels in der Münchner Arena hat die Polizei nähere Erkenntnisse zum Startpunkt des Piloten bekannt gegeben. So liege dieser in unmittelbarer Umgebung des Stadions. Den Fröttmaninger Berg könne man dabei ausschließen.

Für die weiteren Ermittlungen sei man nun auf Zeugenaussagen angewiesen. Denn der Pilot, der am vergangenen Dienstag mit einem motorbetriebenen Ultraleichtflugzeug in der Arena gelandet war und dabei zwei Menschen verletzt hatte, macht weiterhin keine Angaben dazu, von wo aus er seinen Flug gestartet hat.

In der Zwischenzeit hat die Staatsanwaltschaft den Straftatbestand, weswegen gegen den 38-Jährigen ermittelt wird, von gefährlicher auf fahrlässige Körperverletzung herabgestuft.

Am Wochenende hat sich die Umweltorganisation Greenpeace bei ihren Förder-Mitgliedern entschuldigt. "Im Namen von Greenpeace möchte ich hiermit noch einmal ausdrücklich bei den Betroffenen dieser Notlandung um Verzeihung bitten", heißt es in einer E-Mail von Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. Die Umweltschutzorganisation übernehme die volle Verantwortung und werde "alles daran setzen, dass so etwas nie wieder passiert".

Ein 38 Jahre alter Mann aus Pforzheim in Baden-Württemberg war kurz vor dem Anpfiff des Spiels zwischen Deutschland und Frankreich (0:1) am Dienstagabend auf dem Spielfeld notgelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Beide hatten die Klinik bis Freitag wieder verlassen.

Die Polizei bestätigte außerdem, dass es einen Hinweis der Umweltorganisation auf die Aktion gegeben habe - allerdings erst, als der Pilot schon im Landeanflug gewesen sei. Eigentlich wollte Greenpeace mit der Aktion gegen Sponsor Volkswagen protestieren.

© SZ.de/dpa/lfr/infu
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