Aufmerksamen Passanten ist es zu verdanken, dass vier Tatverdächtige festgenommen wurden konnten, kurz nachdem sie mutmaßlich eine U-Bahn mit Farbdosen bemalt hatten. Wie die Polizei erst jetzt mitteilte, ereignete sich die Tat bereits am vorvergangenen Sonntag in den Morgenstunden am U-Bahnhof Dietlindenstraße.
In der Nähe eines Notausstiegs waren den beiden Passanten gegen 6.30 Uhr vier vermummte Personen aufgefallen, die in ein Auto stiegen und davonfuhren. Sie merkten sich das Kennzeichen und sprachen eine vorbeikommende Streifenbesatzung an. Fast zur selben Zeit hatten Mitarbeiter der U-Bahn-Wache die Polizei verständigt, dass sie im U-Bahn-Tunnel einen großflächig mit Graffiti besprühten Zug entdeckt hatten; laut Angaben einer Polizeisprecherin sei die frische Farbe noch zu riechen gewesen. Die U-Bahn-Wache sei durch einen am Notausstieg ausgelösten Alarm aufmerksam gemacht worden.
Dank des gemerkten Kennzeichens stellten die Beamten schnell den Halter des Fahrzeugs fest und fuhren umgehend zu seiner Wohnadresse nach Bogenhausen. Dort trafen sie vier Personen an, im Wagen selbst wurden etliche Spraydosen festgestellt. Im Verlauf der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen die vier Männer, einen 32-Jährigen und einen 37-Jährigen aus München, einen 24-Jährigen aus dem Landkreis Ebersberg sowie einen 27-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Alle sind wegen Sachbeschädigung durch Graffiti bereits in Erscheinung getreten. Nun erwartet sie ein weiteres Verfahren. Die Männer sind nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freiem Fuß.

