Was läuft in der Münchner Gastro-Szene?Wo der Fisch am Aschermittwoch der Star ist

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Betreiben seit fünfzehn Jahren zusammen die Goldmarie und seit zwei Jahren das Café Mari: Karin Stüwe, Petra Mirwald und Julia Schneider (von links).
Betreiben seit fünfzehn Jahren zusammen die Goldmarie und seit zwei Jahren das Café Mari: Karin Stüwe, Petra Mirwald und Julia Schneider (von links). Stephan Rumpf

Die Betreiberinnen der Goldmarie wollen sich in Zukunft ganz auf ihren Viertelmagneten Café Mari konzentrieren. Noch kann man in ersterer aber ein Fischmenü genießen – genauso wie in der Königsquelle und im Werneckhof.

Von Sarah Maderer

Es gibt Restaurants, die ohne lautes Auftreten zur Institution werden, einfach weil man dort zuverlässig gut isst und immer einen schönen Abend hat. Die Goldmarie in der Schmellerstraße ist so eins. Seit mehr als fünfzehn Jahren bekommt man hier ehrliche Küche aus besten Zutaten.

Vor knapp zwei Jahren bekam dann die Goldmarie eine kleine Schwester, das Café Mari am Zenettiplatz, nur ein paar Gehminuten um den Schlachthof herum entfernt. Schnell mauserte sich auch das Mari zum Viertelmagneten – so sehr, dass sich die Betreiberinnen Petra Mirwald, Karin Stüwe und Julia Schneider in Zukunft mehr darauf konzentrieren wollen.

Das ist einer der Gründe, warum sich die drei entschieden haben, die Goldmarie aufzugeben. Ende Mai wird das Restaurant in seiner jetzigen Form schließen. Ob und wie es danach mit neuen Wirten weitergeführt werden kann, wird aktuell noch mit dem Hauseigentümer verhandelt. Bis es aber so weit ist, gibt es noch viele Anlässe, ein paar letzte schöne Stunden dort zu verbringen, etwa das Fischmenü am Aschermittwoch.

Wo andere Münchner Restaurants an diesem Tag Hummer und Jakobsmuscheln auffahren, ist in der Goldmarie der heimische Karpfen der Star des Menüs – ein von hiesigen Küchen zu Unrecht stiefmütterlich behandelter Fisch. Die Goldmarie serviert ihn gebacken mit Kapern-Remoulade und Kartoffel-Endivien-Salat, entweder à la carte oder als Hauptgang im Drei-Gänge-Menü für 42 Euro (Goldmarie, Schmellerstraße 23, Dienstag bis Samstag 18 bis 24 Uhr, Telefon 089/51669272).

Wenn es am Aschermittwoch etwas mehr sein darf, ist Sigi Schellings Werneckhof eine gute Adresse. Hier wird mittags und abends ein Gourmet-Fischmenü aus fünf Gängen aufgetischt, darunter Wolfsbarsch mit Petersilienpüree, Thai-Curry und Taschenkrebs sowie Seezunge mit Bittersalaten, Kartoffelblini, Beurre Rouge und Sauce Mignonette. Einzig der Dessert-Gang, Schokoladensoufflé mit tropischen Früchten und Topfentascherl, kommt ohne Fisch aus (Werneckhof Sigi Schelling, Werneckstraße 11, Fischmenü am Aschermittwoch für 280 Euro p.P. inklusive Weinbegleitung, Telefon 089/244189190).

In der neuen Königsquelle fällt das Fisch-Special grundsätzlich auf den Mittwoch, von daher ist man hier auch am Aschermittwoch gut aufgehoben. Immer mittwochs bietet dort die Küche ihre hervorragende Bouillabaisse mit Lachsforelle, Garnelen, Muscheln und Hummer in großen Terrinen zum Teilen an (17 Euro p.P.). Daneben stehen aktuell auch Austern, Moules frites und Adlerfisch mit Blumenkohl, Pak Choi und Miso-Soße auf der Karte (Königsquelle, Baaderplatz 2, Dienstag bis Samstag 18 bis 1 Uhr, Telefon 089/12007898).

Auch für gläubige Christen in Mexiko beginnt mit dem „Miércoles de Ceniza“, wie der Aschermittwoch dort genannt wird, die vierzigtägige Fastenzeit. In der Taqueria Con Salsa im Gasteig, wo man authentische mexikanische Küche in München erleben kann, wird in den nächsten vierzig Tagen aber nicht gefastet werden. Im Gegenteil, die Taqueria hat ihr Angebot jüngst sogar erweitert.

Immer samstags öffnet sie nun auch tagsüber ihre Türen und lädt zum Brunch ein. Der soll einen Einblick in die traditionelle mexikanische Frühstücksküche bieten, mit vielen Gewürzen und viel Schärfe, verspricht Luis Fernando Gonzalez Cortes, der die Taqueria Con Salsa vergangenen Sommer eröffnete.

Frühstücken wie in Mexiko kann man in der Taqueria Con Salsa.
Frühstücken wie in Mexiko kann man in der Taqueria Con Salsa. Taqueria Con Salsa

Sein Lieblingsgericht von der neuen Frühstückskarte ist „Chilaquiles“. Dafür schwenkt er Tortilla-Chips („Totopos“) in selbstgemachter Salsa Verde und richtet sie mit saurer Sahne („Crema“), eingelegten roten Zwiebeln, einem Spiegelei und Chorizo an. Außerdem gibt es mit Bohnenmus und Käse gefüllte Tortillas („Enfrijoladas“) sowie „Café de Olla“, eine mexikanische Kaffeespezialität mit Zimt, Nelke, Orange und Zucker.

Das Frühstücksangebot soll vorerst bleiben. Wie es mit der Taqueria Con Salsa weitergeht, wenn das Zwischennutzungsprojekt im Gasteig im Herbst endet, steht noch nicht fest. Gonzalez Cortes ist sich aber sicher, dass es weitergeht, und ist bereits auf der Suche nach einem neuen Standort (Taqueria Con Salsa, Rosenheimer Straße 5, Dienstag bis Samstag 18 bis 22 Uhr und samstags zusätzlich von 10.30 bis 14 Uhr, www.taqueriaconsalsa.com).

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