Benefizlauf „Giro di Monaco“Ein Lauf, für den niemand sportlich sein muss

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Joggen und Gutes tun: Beim „Giro di Monaco“ im vergangenen Jahr wurden auch Spenden für Geflüchtete gesammelt.
Joggen und Gutes tun: Beim „Giro di Monaco“ im vergangenen Jahr wurden auch Spenden für Geflüchtete gesammelt. Stephan Rumpf

Am 11. Mai wird der Münchner Altstadtring komplett für den Verkehr gesperrt, denn dann joggen dort Tausende beim Benefizlauf „Giro di Monaco“ über die Straße. Für sie geht es um mehr als die sportliche Leistung – sie wollen ein Zeichen setzen.

Von Sofia Löffler

93 062 Euro weist das Spendenbarometer auf der Website des „Giro di Monaco“ bereits seit Ende April aus. 125 000 Euro sollen es werden, wenn der Benefizlauf des Bellevue di Monaco am 11. Mai zum vierten Mal unter dem Motto „Nur gemeinsam läuft’s!“ an den Start geht. Mit dem Ereignis möchte das Kulturzentrum erneut ein sportliches Zeichen für Demokratie und gegen Rassismus setzen. Mit dem Gewinn des Spendenlaufs sollen Projekte für Geflüchtete finanziert werden. Eines dieser Projekte ist die geplante „Bellevue Bildungs-Bäckerei“. Im Hinterhaus der Corneliusstraße 34 soll die frühere Bäckerei wiederbelebt werden. Neben einem Ausbildungsbetrieb soll dort ein Beratungszentrum entstehen, das unter anderem Geflüchtete an passende Jobs vermittelt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der in diesem Jahr wieder als Schirmherr der Aktion auftritt, zeigte sich bei der Vorstellung des Sportereignisses vergangene Woche zuversichtlich, was die Teilnahme an dem Lauf angeht: Man habe schon jetzt so viele Anmeldungen wie nie zuvor. Vergangenes Jahr nahmen etwa 10 000 Menschen an dem Lauf teil.

Bäckermeister Joseph Wagner und Geschäftsführerin Barbara Bergau vom Bellevue di Monaco werben für den Spendenlauf „Giro di Monaco“.
Bäckermeister Joseph Wagner und Geschäftsführerin Barbara Bergau vom Bellevue di Monaco werben für den Spendenlauf „Giro di Monaco“. Robert Haas

Reiter selbst wird am Veranstaltungstag um 11 Uhr an der Blumenstraße den Startschuss für den Lauf um den Altstadtring geben. Für ihn verkörpert die Aktion genau das, was die Gesellschaft jetzt am dringendsten braucht. Angesichts der aktuellen politischen Lage und des Aufstiegs extremer Parteien seien solche Signale umso wichtiger, sagt er. Es gehe um Gemeinschaft und Zusammenhalt.

„Wir wissen, was der Lauf mit den Menschen bewirkt, denn er steht für eine gute Sache“, sagte der frühere Basketballspieler Steffen Hamann, Botschafter der Initiative „Rot gegen Rassismus“ des FC Bayern München. Auch er will für den Benefizlauf werben.

Ob sportlich oder nicht, am Spendenlauf kann jeder teilnehmen. Im Mittelpunkt steht nicht die Leistung. Trainierte Läufer sind ebenso willkommen wie jene, die mit der Familie laufen möchten oder auch nur entspannt spazieren. Zeitmessungen oder Startnummern gibt es daher nicht, wie die Veranstalter betonen. Für die Aktion wird der Münchner Altstadtring von 10.30 Uhr an komplett für den Verkehr gesperrt. Die Strecke misst knapp fünf Kilometer. Start und Ziel liegen in der Blumenstraße auf Höhe der Corneliusstraße. Auf der Website giro-di-monaco.de kann man sich zum Lauf anmelden oder spenden.

Neben dem sportlichen Teil wird es erneut ein Straßenfest geben. Dieses Jahr spielen „Monobo Son“ und „Vandalisbin“ für Läufer und andere Besucher. Der „Giro di Monaco“ steht – ebenso wie die Musiker – für Vielfalt und gegen Rassismus. Genau dafür wollen sie sich bei diesem Lauf engagieren. Till Hofmann, Vorstand beim Bellevue di Monaco, freut sich über rege Beteiligung. Für ihn rückt die Bellevue Bildungs-Bäckerei so noch ein Stück weiter in Richtung Zielgerade.

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