Mit der am Dienstag vollzogenen Berufung des SPD-Fraktionschefs Christian Müller in die Spitze der städtischen Wohnungsgesellschaft Gewofag gehen alle Beteiligten ein hohes Risiko ein. Auch wenn der 56-Jährige nur Teil einer dreiköpfigen Geschäftsführung werden soll, vertraut ihm der Aufsichtsrat der Gewofag praktisch eine der größten kommunalen Wohnungsgesellschaften der Bundesrepublik an - die demnächst aus Gewofag und GWG hervorgehende "Münchner Wohnen". Damit überträgt der Aufsichtsrat Müller eine große Verantwortung, trägt aber selbst auch eine.
MeinungPostenvergabeEin Risiko für alle Beteiligten

Kommentar von Joachim Mölter
Lesezeit: 1 Min.

Die Berufung von Christian Müller zum Gewofag-Chef beruht eher auf parteipolitischen Gründen als auf fachlicher Kompetenz - und das in einer für den Bau- und Mietmarkt prekären Zeit.

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