Geschichte MünchensDie geräderte Stadt

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Immer mehr Platz für immer mehr Verkehr: Manch alter Münchner Entwicklungsplan liest sich, als hätten die Autos selbst ihn geschrieben.

Von Wolfgang Görl

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Am 15. September 1888 taucht in München ein Gefährt auf, wie es keiner der damals 350 000 Einwohner je gesehen hat. Es sieht aus wie eine fehlkonstruierte Kutsche, hat drei Drahtspeichenräder samt Gummireifen, eine rustikale Sitzbank sowie eine Art Kurbellenkung. Das Merkwürdige, wenn nicht gar Unheimliche an der dreirädrigen Kiste ist: Sie bewegt sich vorwärts, obwohl kein Pferd daran zieht. Man könnte meinen, es ginge nicht mit rechten Dingen zu. Womöglich ist Zauberei im Spiel, wenn nicht gar der Teufel.

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SZ PlusVon Catherine Hoffmann

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